Kommentar zum Abgas-Skandal bei VW: Der Kunde vergisst nicht

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Volkswagen-Autos mit Diesel: In den USA wurden die Prüfbehörden und Kunden offenbar massiv betrogen.

Manipulierte Abgastests bei VW-Dieselautos schockieren die Autobranche und Aktionäre. Der Konzern ist unter Druck. Zur Situation ein Kommentar von HNA-Redakteurin Martina Hummel.

Seit dem Wochenende ist das Image von Volkswagen schwer beschädigt. VW-Chef Martin Winterkorn steht vor einem Trümmerhaufen – alles schaut auf ihn, er soll die Scherben zusammenkehren. Erste Rücktrittsforderungen gibt es bereits, doch bevor dem nachgegeben wird, sollte erst einmal mit der notwendigen Genauigkeit geklärt werden, wer etwas wusste und wer letztlich wofür verantwortlich ist. Und ganz wichtig: Ist die Manipulation der US-Tochter eine Ausnahme, oder wird eine derartige Software auch woanders eingesetzt?

Volkswagen muss sich neu erfinden, und dabei geht es nicht um irgendwelche Prozesse, sondern um den Konzern an sich. Es geht um Vertrauen, um Glaubwürdigkeit.

Denn der Konzern hat zu illegalen Mitteln gegriffen, um gezielt Umweltauflagen auszuhebeln. Und der Kunde vergisst derartige Manipulationen nicht. Der Betrug bei den Abgaswerten hat somit nicht nur in den USA verheerende Folgen. Er schlägt auf den gesamten Konzern durch und wird den Autobauer noch lange begleiten. Volkswagen braucht keine Absatzrekorde, sondern ein neues Selbstverständnis. 

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