Kommentar zum Arbeitsmarkt: Jobwunder mit Makel

Jetzt ist es amtlich: Die Zahl der Arbeitslosen sinkt unter die drei Millionen-Marke. Doch das vermeintliche Jobwunder hat einen Haken, meint unsere Kommentatorin.

Die Arbeitslosigkeit sinkt, die Nachfrage nach Arbeitskräften bleibt hoch – gute Zeiten für Arbeitnehmer. Dennoch hat das Jobwunder einen Makel.

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Für Unternehmer wird es schwieriger, Stellen zu besetzen. Der Fachkräftemangel verschärft sich. Die Folge wird sein, dass aufgrund des knappen Guts Fachkraft die Löhne steigen werden und die Gewinne der Firmen sinken.

Da dies kein Unternehmer auf Dauer zulässt, schaut er sich auf anderen Märkten nach Arbeitskräften um, verlagert vielleicht die Produktion. Damit zerbröselt der Traum von der Vollbeschäftigung. Das Dilemma: Arbeitgeber wollen Spezialisten am liebsten von Bäumen pflücken, ohne etwas dafür zu tun, etwa in Weiterbildung investieren.

Arbeitnehmer fordern steigende Löhne,verteuern damit aber ihre Arbeitskraft im internationalen Vergleich. Damit das Jobwunder nicht endet, sollten Löhne maßvoll zulegen, damit Produktion nicht abwandert. Arbeitgeber sollten endlich mit dem Gejammer vom Fachkräftemangel aufhören und aus dem Heer der Zeitarbeiter die Besten übernehmen. Wenn das nicht reicht, bietet sich Weiterbildung an.

Von Martina Wewetzer

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