Kommentar: Das bedeutet das Youtube-Urteil

Kunst ist wertvoll, und mit wertvollen Dingen lassen sich Geschäfte machen. Darum geht es in der Urheberrechtsdebatte. Es geht nicht um zwölf Songs, die für die Gema-Klage herhalten mussten.

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 Es dreht sich auch nicht um vermeintlich böse Nutzer, die alles umsonst haben wollen. Es geht nur um das Geschäftsmodell. Fest steht: Tonträger etwa müssen nicht mehr auf physischen Datenträgern existieren, um verbreitet zu werden. Früher wurde Musik auf Kassette und CD kopiert und verschenkt. Heute wird sie per Link verschickt. Das ist Fortschritt, heute wird anders konsumiert. Und das erfordert auch neue Geschäftsmodelle.

Nicht, dass es diese nicht geben würde. Nur ignoriert hier eine Industrie die Entwicklung eines neuen Zeitalters – auf dem Rücken von Verbrauchern, die kriminalisiert werden. Verteufelt werden Privatkopien, die es immer schon gab, statt die Herausforderung anzunehmen und das zu Recht verlangte Geld auf andere Art einzusammeln. Dabei ist der Markt für neue Bezahlmodelle vielleicht steinig, aber doch bereitet: Abo-Dienste wie Spotify für Musik machen es vor. Und Verbraucher zahlen sowieso auf vielerlei Weise Pauschalgebühren für Mediennutzung jeder Art. Statt über Sperren sollte die Industrie über Chancen nachdenken.

Von Jens Nähler

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