Kommentar zu VW und der Einigung in den USA: Ein Brocken weniger

Der Weg für den Mega-Vergleich ist frei: Gute 13 Milliarden Euro zahlt Volkswagen in den USA an Dieselfahrer und Behörden und vermeidet so eine Flut von Zivilklagen. Damit ist VW zwar ein großes Problem los - aber längst nicht alle Sorgen. Ein Kommentar von Barbara Will.

Wenigstens einen dicken Brocken hat der vom Abgasskandal gebeutelte VW-Konzern aus dem Weg geräumt: Mit gut 15 Milliarden Euro entgeht er einer Flut von Zivilklagen, die noch weitaus teurer hätte werden können als die gigantische Summe. Teurer war ein Vergleich in der Automobilgeschichte noch nie.

Endgültig frei ist der Weg aus dem Dieseldesaster für die Wolfsburger jedoch noch nicht: Zum einen drohen wegen der Software-Betrügerei strafrechtliche Folgen, die sich ebenfalls auf Milliarden summieren könnten. Zum anderen dürften sich nun Kunden in anderen Ländern mehr denn je fragen, weshalb sie sich mit Nachrüstung und Schuldbekenntnissen abspeisen lassen sollen, während in den USA die Entschädigungszahlungen fließen. Der Hinweis des VW-Konzerns auf ungleich strengere Abgasvorschriften in den Vereinigten Staaten ist da zwar juristisch korrekt, dürfte erboste Dieselfahrer hierzulande aber wenig besänftigen.

Doch auch wenn schließlich alle juristischen Auseinandersetzungen beigelegt sind: Der Image-Schaden ist mit Geld nicht mehr so einfach zu reparieren, und die Milliarden-Rückzahlung werden der Wolfsburger Konzern und seine Beschäftigten noch lange abstottern müssen – nicht zuletzt mit kräftigen Sparprogrammen.

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