Kommentar zur Entwicklung bei SMA: Kein Grund zur Sorge

Der Solartechnik-Produzent SMA in Niestetal bei Kassel verdiente in den ersten neun Monaten des Jahres unterm Strich 297 Millionen Euro - dreieinhalb mal mehr als im Vorjahreszeitraum. Ein Rekordgewinn! Ein Kommentar zur Entwicklung bei SMA von José Pinto.

Noch hat SMA die Lizenz zum Gelddrucken. Vor allem dank der großzügigen deutschen Förderpraxis, die den ungebremsten Bau von neuen Solaranlagen zulässt, sprudeln seit Jahren die Gewinne. Die Zeche zahlen im übrigen alle Stromkunden über eine Umlage, mit der sich die Versorger die Mehrkosten für Strom aus erneuerbaren Quellen zurückholen.

Aber die ganz fetten Jahre könnten bald vorbei sein. Zum einen sinkt die Einspeisevergütung für Solarstrom, zum anderen drängen die kleineren Wettbewerber von SMA mit Macht in den Markt. Und es ist eine Frage der Zeit, wann die Nordhessen Billigkonkurrenz aus Fernost bekommen.

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Dennoch besteht kein Anlass zu übertriebener Sorge. Denn SMA ist nicht nur Technologieführer und mit einem Weltmarktanteil von gut 40 Prozent unangefochtener Branchenprimus bei Wechselrichtern. Das Unternehmen hat sich mit einer neuen Fabrik einen riesigen Vorsprung auch in der Fertigungstechnik gesichert. Und der dürfte sich mit dem in Bau befindlichen Superwerk bei Kassel noch vergrößern. Es wird SMA in die Lage versetzen, riesige Stückzahlen zu deutlich kleineren Preisen zu produzieren. Gleichzeitig wird aber auch die jetzige Luxusrendite auf ein Normalmaß sinken.

Von José Pinto

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