Kommentar zu Ermittlungen gegen Winterkorn: Nur konsequent

Die Staatsanwaltschaft Braunschweig ermittelt im Abgas-Skandal bei Volkswagen gegen Ex-Konzernchef Martin Winterkorn. Ein Kommentar von Jan Schlüter, dem stellvertretenden Chefredakteur der HNA.

Dass die Braunschweiger Staatsanwaltschaft in Sachen VW-Abgasbetrug ermitteln würde, ist seit Tagen klar. Dass sie nun auch den gescheiterten Vorstandsvorsitzenden Martin Winterkorn ins Visier nimmt, ist nur konsequent in Anbetracht der Ausmaße des Betrugs und der zentralen Funktion Winterkorns in der VW-Hierarchie.

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Niemand sollte sich in Wolfsburg wundern, wenn demnächst ein Großaufgebot an Polizeikräften das VW-Hochhaus umstellt und wichtiges Beweismaterial in der Konzernzentrale sucht. Es geht um die Frage: Wer waren die Initiatoren des gigantischen Abgasbetrugs, wer die Mitmacher und Mitwisser?

Der angerichtete Schaden lässt sich heute nicht seriös beziffern. Klar scheint nur zu sein, dass die flink zurückgestellten 6,5 Milliarden Euro wohl eher das Ausmaß einer Anzahlung haben. So wurden nicht nur zig Millionen Autokäufer auf mehreren Kontinenten geprellt, sondern auch Menschen gesundheitlich beeinträchtigt – was nach US-Recht noch erheblicher ist. Unvorstellbar, dass Winterkorn mit einem zweistelligen Millionenbetrag auch noch der Ruhestand versüßt wird, während tausende VW-Beschäftigte um ihren Job bangen müssen.

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