Jan Schlüter über den neuen Chef des Berliner Flughafens

Kommentar zur Ernennung Mehdorns: "Nur für den Übergang"

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Hartmut Mehdorn

Erst vor Wochen hat er den Chefsessel bei Air Berlin geräumt, nun steigt Hartmut Mehdorn auf den Schleudersitz am Hauptstadtflughafen. Ein Kommentar von Jan Schlüter, stellvertretender Chefredakteur der HNA.

Artikel zum Kommentar:

- Neuer Chef: Mehdorn soll BER-Chaos lichten

Nun soll es also Hartmut Mehdorn richten, dieser knurrige Haudrauf-Manager, der viele Jahr den Vornamen Bahnchef trug. Bekannt als harter Hund, als Sanierer angeschlagener Großunternehmen und als durchsetzungsfähiger Macher soll Mehdorn den unbeliebten Chefjob beim neuen Berliner Flughafen übernehmen.

Aber ist Mehdorn auch der Richtige, wenn es darum geht, sich nicht im Geflecht von Berliner Stadt-, Landes- und Bundespolitik zu verheddern? Ist Mehdorn der Richtige, wenn es gilt, im Widerstreit verschiedener Interessenlagen mit diplomatischem Geschick zu agieren? Und bleibt ihm genug Zeit, sich in die extrem kniffligen Technikprobleme des Großflughafens so einzuarbeiten, dass er auf Augenhöhe mit den Spezialisten streiten kann?

Keine Frage: Der Ruderer, Ingenieur und langjährige Manager bringt für den BER-Chefposten viele Fähigkeiten mit. Es ist aber zu befürchten, dass der 70-Jährige wie bei Air Berlin nur ein Mann des Übergangs ist. Was der Pannenflughafen jedoch braucht, ist ein Chef mit langem Atem, der mit Entschiedenheit Ruhe in den Laden bringt. Dafür steht Hartmut Mehdorns Name nicht.

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