Kommentar zu den Gebühren fürs Geldabheben: Rote Linie

Es war der Aufreger der Woche: Geldabheben ist bei vielen Sparkassen nicht mehr kostenlos. Ein Kommentar von Jan Schlüter.

Unerwartet kommt das nicht. Seit Jahren schon beklagen Deutschlands Banken die Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank, die mittlerweile zu einer Nullzinspolitik geworden ist. Das Geldverdienen wird für Banken und Sparkassen immer schwieriger.

Da liegt es auf der Hand, dass sie nach neuen Wegen suchen – Gebühren bieten sich geradezu an. Denn Negativzinsen würden die Normalsparer erzürnen. Nun führen immer mehr Geldinstitute auch Gebühren für das Geldabheben ein.

Für manchen Kunden überschreiten sie damit eine rote Linie. Es stößt auf Unverständnis bei den Sparern, dass sie Gebühren zahlen sollen, um wieder an ihr eigenes Geld bei ihrer Bank zu kommen. Sicher, sie können das Institut wechseln und zu einer günstigeren Online-Bank wechseln. Aber gerade ältere Menschen werden das nicht tun.

Es bleibt jeder Bank überlassen, wofür sie Gebühren nimmt. Wichtig ist aber, dass die Geldhäuser offen kommunizieren und für ihre Kunden verständliche Gebührenmodelle präsentieren. Irgendwo komplizierte Regelungen in den Geschäftsbedingungen zu verstecken, das geht gar nicht.

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