Kommentar zu den Kosten des VW-Abgas-Skandals: "Harte US-Gesetze"

Jan Schlüter über den VW-Vergleich in den USA

Der Abgas-Skandal wird für Volkswagen zu einer teuren Angelegenheit. In den USA könnte die Affäre VW bis zu 14,7 Milliarden Dollar kosten. Dazu ein Kommentar des stellvertretenden Chefredakteurs Jan Schlüter.

Das haut rein: Etwa 15 Millarden Dollar wird Volkswagen nach heutigem Stand der Abgasbetrug mit Dieselfahrzeugen in den USA kosten. Es könnte durchaus noch teurer kommen. Aber das Gros der Verbraucherschutzklagen ist offenbar beigelegt.

Damit wird die millionenfache Abgasschummelei für den Wolfsburger Konzern erwartungsgemäß vor allem in den USA eine kostspielige Angelegenheit. Besonders harte Gesetze in den Bereichen Umwelt und Verbraucherschutz führen im Vergleich zu Europa zu den exorbitant hohen Aufwendungen.

Gut ist, dass die Angelegenheit nun endlich vorankommt. Denn gerade die Ungewissheit über die Ausmaße der Abgasaffäre belastet Volkswagen in vielen Bereichen: vom Aktienkurs über die Finanzplanung bis zur Belegschaft.

Zum Glück ist der Wolfsburger Autobauer finanziell gut gepolstert, sodass das Unternehmen allem Anschein nach den Abgasbetrug verkraften kann – auch wenn einige Blessuren bleiben. Und wenn es hart auf hart kommt, können immer noch Konzernteile verkauft werden, beispielsweise die Motorradmarke Ducati oder Teile des MAN-Konzerns.

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