Kommentar zur K+S-Anklage: Langer Anlauf

Acht Jahre Ermittlungen der Strafverfolger, dann im September die Razzia in der K+S-Konzernzentrale und Privathäusern von Vorstands- und Aufsichtsratsspitzen, jetzt die Anklage. Ein Kommentar von Wolfgang Riek.

Und offenbar eine 325-Millionen-Forderung: Die Meininger Staatsanwaltschaft hat langen Anlauf genommen und ihre Anklage anscheinend sehr akribisch begründet. Sonst hätte sie kaum ihr Gewinnabschöpfungs-Begehren derart präzise benennen können.

Der Verfall von Vermögensvorteilen aus Straftaten soll eine rechtswidrige Bereicherung verhindern. Die mögliche Strafe in einem Verfahren wegen des unerlaubten Umgangs mit Abfällen stünde extra auf einem anderen Blatt.

Derzeit ist aber nicht einmal das Hauptverfahren vor dem Landgericht eröffnet. Ein Prozess dürfte sich durch die Instanzen und über Jahre ziehen. Wohl auch deshalb blieb die Börse gestern unaufgeregt.

Alte Forderungen, in Hessen nicht noch weiter bis 2021 Salzabwässer zu versenken, dürften mit einem Prozess in Thüringen aber kräftig Aufwind erhalten - zu Recht.

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