Kommentar zur Lage bei VW: Digitale Aufholjagd

Elektromobilität, Digitalisierung, Vernetzung und neue Mobilitätsdienste werden bei VW künftig eine bedeutendere Rolle spielen. Das hat Vorstandschef Matthias Müller bei der Jahrespressekonferenz erklärt. Ein Kommentar dazu vom stellvertretenden Chefredakteur der HNA, Jan Schlüter.

Im ersten Quartal ist der VW-Konzern da angekommen, wo er lange Zeit mit Macht hin wollte: ganz oben aufs Treppchen. Die Wolfsburger sind der größte Autobauer der Welt, vor allem weil Toyota schwächelte. Oder besser gesagt: noch stärker schwächelte als VW.

Doch die Spitzenposition ist nicht alles. Der Abgasskandal wirkt nach. Er wird die Wolfsburger noch viele Jahre beschäftigen und den Konzern finanziell belasten. Wer erwartet hatte, dass VW-Chef Matthias Müller die Bilanzpressekonferenz mit hunderten Journalisten nutzen würde, um endlich den Durchbruch zum Thema Abgasbetrug zu verkünden, sah sich enttäuscht. In dieser Angelegenheit ist alles kompliziert – technisch wie juristisch.

Aber Müller ging auch nicht zum Tagesgeschäft über. Vielmehr zeichnete er konsequent den Weg auf, den VW seiner Meinung nach gehen muss: Elektro-Antrieb, Digitalisierung und Mobilitätsdienste lauten die Stichworte. Hier gibt es viel zu tun, auch einiges aufzuholen gegenüber neuen Wettbewerbern auf dem Weltmarkt. Denn die Autokäufer von morgen lassen sich nicht mehr mit schicken Chromleisten und beheizbaren Spiegeln locken. Sie wollen auch im Auto gut vernetzt sein. Da reichen Internet-Anschlüsse und Ladebuchsen für Smartphone-Kabel noch lange nicht aus.

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