Kommentar

Zwischenruf zu Lidls Cola-Verzicht: "Preispoker überreizt"

Lidl wirft Coca-Cola, Fanta und Sprite aus dem Sortiment. Stattdessen sollen die Kunden zu Pepsi und zur Eigenmarke Freeway greifen. Nicht nur der Discounter fährt damit einen riskanten Kurs, findet Barbara Will. Ein Kommentar:

"Lidl verkneift sich jeden Kommentar zu dem Bruch, Coca-Cola erklärt, man habe sich nicht auf ein Vermarktungskonzept einigen können. Die Vermutung drängt sich auf, dass Lidl die Preise drücken, Coca Cola aber nicht nachgeben wollte.

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Lidl-Kunden müssen auf Coca-Cola verzichten

Denn als Aldi, der Leithammel der deutschen Discounter, Coca-Cola in die Regale stellte, löste er eine Preisdrückerei für die Kultbrause aus, an der sich neben Lidl auch Rewe beteiligte. Die großen Namen sollten die Kunden in die Läden locken – koste es fast, was es wolle. Doch jetzt ist der Preispoker überreizt.

Verlierer sind beide – Lidl und Coca-Cola. Zwar ist auch Pepsi eine Marke mit Zugkraft, hat aber nichts mit Fanta und Sprite Vergleichbares zu bieten. Lidl riskiert, dass die Kunden ihre zuckrigen Brausen bei der Konkurrenz kaufen. Coca-Cola wiederum dürfte den Abschied des Großabnehmers beim Umsatz zu spüren bekommen.

Markenprodukte zu Billigpreisen dienen Discountern als Kundenköder. Macht das Beispiel Coca-Cola Schule, werden sie stattdessen verstärkt Eigenmarken in die Regale stellen. Gong zur nächsten Preisrunde." wll@hna.de

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