Kommentar zur Neuausrichtung des ADAC: Ballast abwerfen

Eine Neustrukturierung soll den ADAC aus der Krise führen. Teile der Aufgaben bleiben im Verein, andere gehen in eine Aktiengesellschaft und eine Stiftung. Ein Kommentar von Nachrichtenredakteur Peter Klebe

Warum sind so viele Autofahrer im ADAC? Weil sie im Ernstfall mit schneller und kompetenter Pannenhilfe rechnen können, weil sie über neue technische Entwicklungen informiert sein möchten, weil sie Preisvergleiche und Service rund ums Auto schätzen. Rat und Tat haben den ADAC einst groß gemacht, zu diesen Wurzeln sollte er zurückfinden, wenn er überleben will. Deswegen ist es ein richtiger erster Schritt, diese Kernkompetenz in der Vereinssparte zu bündeln und restlichen Ballast in andere Rechtsformen zu überführen.

Damit einhergehen müssen mehr Transparenz und Mitbestimmung. Kein Mitglied braucht Funktionäre, die das ADAC-Ehrenamt mit eigenen wirtschaftlichen Interessen kombinieren. Niemand braucht Tests von Fähren, für die der Club dann selbst Reisetickets verkauft. Die Altlasten in Sachen Vetternwirtschaft müssen abgetragen werden.

Die neue Sparte Aktiengesellschaft schließlich muss sehen, dass sie nicht nach Profit um jeden Preis strebt. Bitte keine merkwürdigen Geschäfte mehr unter dem Deckmantel des ADAC.

Noch benötigt der Club selbst Pannenhilfe. Aber in der Neuausrichtung liegt eine gute Chance. Er hat sie verdient.

Lesen Sie auch:

- ADAC beschließt Reform mit großer Mehrheit

Das könnte Sie auch interessieren

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.