Kommentar zu neuen Anschuldigungen gegen den VW-Konzern: Bislang nur Vorwürfe

Die US-Handelskommission hat am Mittwochabend die Einleitung neuer Ermittlungen gegen Volkswagen bekanntgegeben. Jetzt geht es um Hybridfahrzeuge. Ein Kommentar von Wolfgang Riek.

Dass die VW-Abgassoftware gegen US-Recht verstoßen hat und als illegaler Einbau Milliardenstrafen nach sich ziehen wird, ist unstrittig. Die Wolfsburger haben nach jahrelangem Hin und Her gezielte Manipulationen zugegeben. Als bislang einziger Autokonzern.

Die Konkurrenz wäscht ihre Hände derweil noch in Unschuld – auch wenn neue Tricks derzeit fast im Tagestakt auffliegen. Ob die hierzulande juristisch schon Betrug sind oder nur eine sehr kreative Auslegung von Abgasvorschriften, ist noch nicht entschieden.

Wer aus Kostengründen Umweltgesetze einfach links liegen lässt und dabei Gesundheitsschäden durch unzulässig hohe Abgasfrachten kühl in Kauf nimmt – klaut der auch Patente? Die Schlagzeilen der vergangenen Wochen legen solche Schlüsse nahe.

Es könnten dennoch Kurzschlüsse sein: So wie VW-Verantwortliche offenbar glaubten, der bekannt strengen US-Umweltbehörde EPA mit Ausreden und Schulterzucken auf der Nase herumtanzen zu können, sehen Paice-Manager jetzt möglicherweise einen günstigen Zeitpunkt, mit einem Konzern in Not elegant ins Geschäft zu kommen.

Vorwürfe sind Vorwürfe, ob mehr daraus wird, dürften US-Behörden zügig klären.

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