Kommentar zur Niedersachsenwahl: Demut wäre angesagt

Auch wenn CDU und SPD einigermaßen solide abgeschnitten haben bei den Kommunalwahlen in Niedersachsen, gibt es für auftrumpfende Posen keinen Grund. Ein Kommentar von Peter Mlodoch.

Schönreden von schlechten Wahlergebnissen gehört zum politischen Geschäft. Da unterscheiden sich die Niedersachsen nicht vom Rest der Welt. Woraus allerdings die Spitzenkräfte von CDU und SPD ihren Optimismus saugen, dass jeweils sie als Sieger bei der Landtagswahl Anfang 2018 hervorgehen und den nächsten Ministerpräsidenten stellen werden, ist völlig schleierhaft.

Die Union konnte am Sonntag zwar ihre Verluste in Grenzen halten und sich als stärkste Kraft im Land behaupten. Bei den wichtigen Direktwahlen in sechs Landkreisen und in Celle hat sie sich jedoch nicht gerade mit Ruhm bekleckert.

Umgekehrtes gilt für die SPD: Die guten Ergebnisse bei den Landratswahlen können die Klatschen in Städten und Gemeinden nicht übertünchen. Dazu kommt der Absturz des Koalitionspartners, der eine Fortsetzung der rot-grünen Regierung 2018 mehr als in Frage stellt.

Demut und Bescheidenheit wären auf beiden Seiten also angesagt. Sowie mehr Entschlussfreude und Tatkraft, statt sich im Streit um Kleinigkeiten zu zermürben.

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