Kommentar zum Schlichtungsverfahren um Kaiser's Tengelmann: Noch zu viele Fragen offen

Die Chefs der Supermarktketten Edeka und Rewe raufen sich im Schlichtungsverfahren bei Kaiser's Tengelmann zusammen. Doch noch ist nicht alles in trockenen Tüchern. Ein Kommentar dazu von Nachrichtenredakteurin Martina Hummel.

Es war ein zähes Ringen, und nun scheint es so, als wäre der Knoten in dem Übernahme-Durcheinander bei Tengelmann geplatzt. Es gibt Eckpunkte für die Zukunft der Lebensmittelkette. Doch es ist zu früh, um von einem Erfolg zu sprechen.

Es geht um Arbeitsplätze, es geht um Menschen - gestritten wird und wurde aber über Märkte, Kapital und Gewinne. Somit ist auch weiterhin Skepsis angebracht - und zwar so lange keine endgültige Einigung steht. Die soll am 11. November vorliegen. Erst dann will Rewe seine Klage gegen die Ministererlaubnis zurückziehen und den Weg für eine Übernahme der Kette durch Edeka freimachen.

Bis dahin geht die Hängepartie für die Beschäftigten weiter. Denn es ist nach wie vor unklar, wie die Ergebnisse letztlich aussehen werden. Es heißt, Edeka als auch Rewe sollen Filialen bekommen. Doch wie sieht es an den schlecht laufenden Standorten aus? Was wird aus den Jobgarantien? Abgegeben hat die Garantien Edeka. Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel sagt zwar, es gebe gesicherte Arbeitsplätze für 15.000 Beschäftigte. In den nächsten Tagen müssten aber noch die finanziellen Fragen geklärt werden. So lang wollen alle Stillschweigen wahren.

Es sind noch viele Fragen offen, die dringend beantwortet werden müssen. So lange diese Antworten aber fehlen, sollten sich alle Beteiligten lieber an Selters denn an Sekt halten.

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