Kommentar zum Opel-Verkauf: Eine Chance für beide

Die 18.000 Opel-Mitarbeiter in Deutschland werden die jüngste Entwicklung mit Sorge betrachten - aber sie eröffnet auch Chancen, meint HNA-Redakteurin Martina Hummel.

Ja, PSA könnte bei Opel Jobs streichen. Ja, jeder Käufer macht letztlich, was er will. Und ja, sehr wahrscheinlich werden Doppelfunktionen in beiden Konzernen rechts und links des Rheins gestrichen. Trotzdem liegt in der Übernahme eine große Chance. Zum einen unterliegt Opel nicht mehr dem Diktat von General Motors, das unter anderem vorsah, dass die Rüsselsheimer auf wichtigen Märkten wie China nicht präsent waren.

Zum anderen weiß man bereits, wohin die Reise im künftigen Konzern gehen wird: Besichtigen lässt sich dies schon an den Modellen, die aus einer 2012 gestarteten Kooperation zwischen GM und PSA entstanden sind. In weiten Teilen baugleich rollen derzeit der Opel Crossland X, der Citroën C 3 Picasso und der Peugeot 2008 auf die Straßen – gebaut im Opel-Werk Saragossa.

In diesen Gemeinsamkeiten liegt das Plus für Opel und PSA. Beide Konzerne sind in den Massenmärkten unterwegs – mit reichlich Konkurrenz aus Fernost. Der Kostendruck ist enorm. Gemeinsame Modelle machen aber nicht nur den Einkauf günstiger. Sofern erprobte Teile eingebaut werden, entfallen aufwendige Prüf- und Zertifizierungsarbeiten. Das Rad muss sozusagen nicht jedesmal neu erfunden werden. Da steckt mehr drin, als in der GM-Jobgarantie bis 2018.

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