Deutsche Umwelthilfe verweist auf Abgas-Messungen

Kommentar zum Diesel-Skandal: Schlecht fürs Image von BMW

Die Affäre um schmutzige Diesel-Abgase ist an BMW bisher weitgehend vorbei gegangen. Zu Unrecht, findet die Deutsche Umwelthilfe - und verweist auf eigene Abgas-Messungen. Ein Kommentar von Nachritenredakteurin Martina Hummel.

Schmutzig oder nicht? Im Rahmen des gesetzlich Erlaubten oder nicht? Solche Fragen oder Anschuldigungen wiegen schwer und lassen sich nicht mit ein paar dürren Sätzen aus der Welt schaffen. Die Deutsche Umwelthilfe hat bei einem BMW-Modell im Alltag deutlich höhere Abgaswerte gemessen als auf dem Prüfstand.

Sollte sich der Verdacht bestätigen, weitet sich der Dieselskandal auf einen weiteren deutschen Autobauer aus. Bisher wird gegen VW, Porsche, Audi und Daimler ermittelt, weil sie jahrelang bei ihren Dieselfahrzeugen geschummelt haben sollen.

Wenn aber der Münchener Autokonzern eine weiße Weste hat, wie sein Vorstandschef stets behauptet, dürfte es für BMW ja ein Leichtes sein, dies auch wasserdicht zu belegen - und zwar binnen kürzester Zeit. Denn nichts schadet dem Image des Autokonzerns mehr als eine Anschuldigung zum Thema Abgas, die über Wochen in den Medien ihr Eigenleben führt. Deshalb irritiert es, dass BMW nicht umgehend mit einem entsprechenden Gutachten dagegen hält. Stattdessen geht nun das Bundesverkehrsministerium den Vorwürfen nach.

Der Vorgang wäre vor allem deshalb speziell, weil sich BMW im Abgasskandal bislang stets als der sauberste aller deutschen Hersteller präsentiert hat. Würden sich die Anschuldigungen der Umwelthilfe bestätigen, wäre dies besonders peinlich.

Kontakt zur Autorin: mwe@hna.de

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