Kommentar zum Volkswagen-Rückruf in den USA: Schlimmer geht immer

Die US-Umweltbehörde EPA zwingt Volkswagen in den Vereinigten Staaten zum Rückruf von fast einer halben Million Autos. Zudem steht der Vorwurf der Trickserei im Raum. VW treffen diese Probleme zum denkbar schlechtesten Zeitpunkt. Ein Kommentar von Barbara Will.

Ein Riesenrückruf und Betrugsvorwürfe obendrein: Das Schreiben der US-Umweltbehörde an Volkswagen hat es in sich. Es trifft die Wolfsburger zu einem denkbar schlechten Zeitpunkt. Denn Europas größter Autobauer hat im Land der unbegrenzten Möglichkeiten schon genug Probleme. Jetzt zeigt sich: Schlimmer geht immer.

Vom Autoboom des vergangenen Jahres in den Vereinigten Staaten profitierte die Konkurrenz, der VW-Absatz kommt hingegen nicht auf Touren. Die Wolfsburger bauen offensichtlich nicht die Autos, die die US-Bürger gern fahren.

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Sollte der Verdacht wahr sein, dass VW Software entwickelt hat, um die US-Abgasvorschriften auszutricksen, hat der Konzern drei Probleme: Mit der Bilanz, mit dem Image und mit der Führung. Denn die Verwendung einer zumindest fragwürdigen Software zu decken ist ein Unding, nichts davon zu wissen, ist vielleicht sogar noch schlimmer.

Von der US-Umweltbehörde ist keine Nachsicht zu erwarten, denn diese nimmt gerade die Autoindustrie heftiger aufs Korn denn je. Dabei hätten die Wolfsburger gewarnt sein müssen: Bereits vor zehn Jahren hatte ihnen die Behörde wegen eines Sensor-Defekts eine Strafe von einer Million Dollar abgeknöpft.

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