Keine Konturen erkennbar

Kommentar zur Situation bei Karstadt: Mitarbeiter legen drauf

Martina Wewetzer (E-Mail: mwe@hna.de)

Standortschließungen und Einsparungen beim Personal: Der neue Karstadt-Chef Stephan Fanderl (51) will den Konzern mit harter Hand sanieren. Er kündigte nicht nur die Schließung von sechs Häusern an, sondern verlangte von den knapp 17.000 Mitarbeitern auch Opfer zur Rettung der Warenhauskette. Ein Kommentar von HNA-Redakteurin Martina Hummel.

Was in den vergangenen Jahren gewesen ist, spielt keine Rolle mehr. Es zählt einzig, ob es dem neuen Karstadt-Chef Stephan Fanderl gelingt, den Konzern aus dem Schlamassel herauszuführen. Dafür muss er einen Berg von Problemen beseitigen, den zu viele Chefs mit zu vielen Kurswechseln hinterlassen haben.

Das nicht schon jetzt die Axt angelegt wird, dürfte dem Weihnachtsgeschäft geschuldet sein – niemand kann es sich leisten, mit verstimmtem Personal oder sogar mit Arbeitsniederlegungen an den Start zu gehen. In diesen Wochen gilt es, die Beschäftigten bei Laune zu halten.

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So zynisch dies klingt – zahlen werden die Mitarbeiter den Preis für den nächsten Sanierungsversuch eines Managers: mit Jobverlust, mit Mehrarbeit, mit Abstrichen beim Lohn. Vielleicht gelingt dem neuen Chef der große Wurf – zu wünschen wäre es allen Beteiligten. Bislang sind von dem Konzept aber nicht einmal Konturen zu erkennen.

Wenn es reicht, Filialen zu schließen und Mitarbeiter zu entlassen, um in die schwarzen Zahlen zu kommen, dann hätte man es schon früher anpacken können und nicht Jahre verschwenden müssen.

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