Kommentar: Trotz Superzahlen geht VW-Aktie um über sechs Prozent runter

Der Autokonzern Volkswagen steht in diesem Jahr davor, erstmals acht Millionen Fahrzeuge zu verkaufen. Die Halbjahreszahlen glänzen. Der Konzern hat mit seiner Mischung aus Absatzsteigerung und Sparkurs im ersten Halbjahr fast so viel Geld verdient wie im gesamten Geschäftsjahr zuvor.

Doch der Börse reichen Rekorde allein längst nicht mehr. Sie giert nach Neuigkeiten – wie sonst ließe sich der fallende Kurs an der Börse begründen. Nur kann VW-Chef Martin Winterkorn diese Wünsche überhaupt erfüllen? Wohl kaum.

Zwar gibt sich der Autobauer robust und peilt weiterhin Rekorde an. Aber der Verlauf des zweiten Halbjahres liegt nur bedingt im Einflussbereich des Konzern-Managements, zumal sich bereits jetzt düstere Wolken am Konjunkturhimmel abzeichnen. Zum einen wird der Absatz in den Problemfällen unter den Euro-Staaten zurückgehen. Zum anderen könnte das wichtige Absatzland China, das seine Währung mit Dollar abgesichert hat, beim US–Schuldendebakel in Mitleidenschaft gezogen werden.

Somit dürfte das zweite Halbjahr auch für Volkswagen ein Stück weit unsicherer verlaufen als das erste – trotz Sparkurs und ausgefeilter Modellpalette.

Ein Kommentar von Martina Wewetzer, Leiterin der HNA-Wirtschaftsredaktion

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