Kommentar zur VW-Hauptversammlung: Viel zu kompliziert

Keine Einblicke in die internen Untersuchungen zum Abgasskandal, ein kompliziertes Vergütungssystem für Spitzenmanager: Die Hauptversammlung von Volkswagen zeigt, dass sich der Konzern mit Veränderungen schwer tut. 

Als VW-Aktionär braucht man derzeit Nerven wie Drahtseile: Es gibt nicht mal die Aussicht auf einen Einblick in die internen Untersuchungen zum Diesel-Skandal. Wo sind sie geblieben, die vollmundigen Bekenntnisse, VW werde offener und transparenter? Nichts werde unter den Tisch gekehrt, haben die Manager versprochen. Glauben Vorstand und Aufsichtsrat wirklich, dass man diesen Diesel-Skandal mit einer Faktensammlung (Statement of Facts) in die Schublade legen kann, ohne Konsequenzen daraus zu ziehen?

Und dann noch das neue Vergütungssystem fürs Management, das derart kompliziert gestrickt ist, dass man am Ende nicht mit Gewissheit sagen kann, ob es nun mehr kostet oder weniger.

Denn die fixen Bezüge werden angehoben. Und weil sie auf die Pensionszahlungen durchschlagen könnten, bleibt die Rechnung offen. Zu all dem noch virtuelle Aktienbezüge – das schafft kein Vertrauen. Einfacher und klarer in der Sache sowie in der Sprache wäre jetzt angemessen - auch in der VW-Hauptversammlung

Ein Schelm, wer nun auf die Idee kommen könnte, dass sich so viel bei VW gar nicht geändert hat.

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