Kommentar zu Volkswagen: Fakten schaffen

VW gerät im Abgas-Skandal immer mehr unter Druck. Die US-Regierung hat Klage gegen den Konzern eingereicht. Ein Kommentar von HNA-Nachrichtenredakteurin Martina Hummel.

Wie schwer das neue Jahr für Volkswagen und seine Töchter Audi und Porsche noch werden kann, zeigt ein Blick auf den Kursverlauf der Aktie: In nur zwei Handelstagen gab der Kurs an der Börse um gut zehn Prozent nach.

Die Ankündigung der Klage aus den USA kommt nicht überraschend. Dass der ganze Schlamassel einen zweistelligen Milliardenbetrag verschlingen würde, schreckt auch nicht. Aber die theoretische Höhe der Summe von 90 Milliarden lässt aufhorchen. Denn diese mögliche Schadenshöhe zeigt, dass die Amerikaner fest entschlossen sind, alle Mittel gegen Volkswagen einzusetzen.

Käme es zu einer solch horrenden Summe, würde es dem Konzern in seiner jetzigen Form an die Existenz gehen. Kaum vorstellbar, dass solch ein Betrag – auch für ein finanziell gut ausgestattetes Unternehmen wie VW – noch über Kredite zu stemmen wäre. Unvorstellbar auch, dass alle Aktionäre dann noch dem Konzern die Treue halten würden.

Bislang sind alle Gedankenspiele über Schadenshöhen Szenarien, die aus Spekulationen erwachsen – doch diese Beträge sind Gift für den Autokonzern. Denn sie kratzen täglich aufs neue am Image von Volkswagen. Deshalb sollte VW zügig für belastbare Fakten sorgen, die Schuldigen benennen und zur Rechenschaft ziehen.

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