Kommentar zum VW-Abgasskandal: Ein erster Lichtblick

Im CO2-Skandal bei Volkswagen heißt es: Vorerst Kommando zurück. Die Falschangaben betreffen höchstens noch 36.000 Autos. Dazu ein Kommentar von Martina Hummel.

Was für eine Nachricht – wochenlang ging Volkswagen in Sack und Asche und nun die Information, dass sich die Zahl, der vom Co2-Skandal betroffenen Fahrzeuge von 800.000 Fahrzeugen auf 36.000 reduziert haben soll.

Zwar fehlt für diese Nachricht aus dem Wolfsburger Konzern noch die Bestätigung des Kraftfahrtbundesamtes, aber an der Börse reichte die Nachricht, um den Aktienkurs nach oben zu treiben. Eine weitere Mauschelei kann sich der Konzern nicht leisten, also alles nur halb so wild beim Co2?

Tatsächlich war der Verdacht auf Falschangaben bei CO2-Werten bei VW-Autos für den Konzern das deutlich kleinere Problem. Aus Kundensicht stand vor allem die mögliche Gefahr im Raum, dass Steuernachforderungen auf sie zukommen könnten.

Und die von VW zunächst auf zwei Milliarden Euro geschätzten Kosten für die Co2-Unregelmäßigkeiten können nun deutlich geringer ausfallen – ein erster Lichtblick im Skandal-Dickicht.

Denn das ganze Desaster ist noch längst nicht ausgestanden. Der Betrug war bei VW ein Teil der Strategie. Doch nur zu gern wollen wir glauben, dass nun das Ende des ganzen Skandals in Sicht kommt. Und von solchen Hoffnungen lassen sich auch nur allzu gern die Börsenhändler verführen, die gestern auf die Aktie setzten.

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