Kraft von Wasser, Wind und Sonne nutzen

Das Wasserkraftwerk Schloßmühle in Eschwege: Mit einer Leistung von 600 Kilowatt erzeugt es rund 4 500 000 Kilowattstunden pro Jahr und versorgt damit 1000 Haushalte mit einem Jahresverbrauch von jeweils 4 500 Kilowattstunden. (Foto: Wiedemann)

Der Klimawandel ist in aller Munde. Wenn der Umwelt und dem Klima geholfen werden soll, darf man es jedoch nicht nur bei Diskussionen belassen werden, sondern es muss auf regionaler Ebene gehandelt werden. In Nordhessen gibt es viele Unternehmen, die sich mit Projekten für den Klimawandel engagieren. Die Unternehmen der KVV-Gruppe sind ein gutes Beispiel, dass kommunale Unternehmen die Wende aktive vorantreiben können – beispielsweise mit regenerativen Energien oder umweltfreundlichem ÖPNV. Ziel der Städtischen Werke ist es, bis zum Jahr 2020 den überwiegenden Teil des in Kassel verbrauchten Stroms selbst zu produzieren, vorwiegend auf umweltschonende Weise.

Wasserkraft hat Tradition

Ein Stichwort dabei ist zum Beispiel Biogas von nordhessischen Äckern. Immer mehr Geld wird in Biogasanlagen investiert, die ihr Biogas in das Erdgasnetz einspeisen. Die Gewinnung von Strom in Wasserkraftwerken ist ein traditionelles Stichwort. Das Laufwasserkraftwerk Neue Mühle, das von den Städtischen Werken betrieben wird, erzeugt seit über 100 Jahren umweltfreundlichen Strom. Eine Verdopplung der Kapazitäten ist geplant. „Damit würde das Kraftwerk an der Fulda schon zwei Prozent der Kasseler Haushalte mit Strom aus umweltverträglicher Wasserkraft versorgen“, erläutert Ingo Pijanka, Pressesprecher der Kasseler Verkehrs- und Versorgungs-GmbH.

Auch in der Windkraft steckt großes Potenzial zum Ausbau der nachhaltigen Energieerzeugung. „Kraft aus Windparks könnte mehr als die Hälfte des benötigten Stroms erzeugen“, sagt Ingo Pijanka weiter.

Auch die Photovoltaik ist weiterhin auf dem Vormarsch. Immer mehr private Immobilienbesitzer, Landwirte und Unternehmen nutzen ihre Dachflächen für Solarkollektoren zur Erzeugung von Strom.

Dass man gemeinsam mehr erreichen kann, haben sechs nordhessische Stadtwerke erkannt. Sie haben im März die Stadtwerke Union Nordhessen (SUN) gegründet. Dazu zählen Bad Sooden-Allendorf, Eschwege, Homberg, Kassel, Witzenhausen und Wolfhagen. Ziel ist es, kommunale Versorgungsstrukturen weiterzuentwickeln, andere Kommunen bei der Gründung eigener Stadtwerke zu unterstützen und den Ausbau erneuerbarer und dezentraler Energien für Nordhessen voranzutreiben. Der Blick ist in eine grüne Zukunft gerichtet. HKK

Das könnte Sie auch interessieren

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.