Tipps gegen Keime im Essen

Schimmel erhöht Krebs-Risiko: Stiftung Warentest gibt Tipps im Kampf gegen den Pilz

Die Gefahr von Krebs kann durch Keime im Lebensmittel drastisch erhöht werden. Eine große Gefahr ist Schimmel im Essen. Stiftung Warentest gibt Tipps zur Vermeidung.

  • Krebs durch Keime im Lebensmittel: Stiftung Warentest gibt Tipps zum Schutz
  • Schimmel kann eines der stärksten Gifte in der Natur erzeugen
  • Stiftung Warentest informiert über die Tücken von Schimmel im Essen

Kassel - Krebs kann von Keimen in Lebensmitteln ausgelöst werden. Die Stiftung Warentest hat jetzt Tipps veröffentlicht, wie sie sich schützen können. Vor allem vor Schimmel sollten Sie sich in Acht nehmen, denn manche Gifte erhöhen das Risiko für eine Krebs-Erkrankung.

Auch wenn nicht alle Gifte, die Schimmelpilze bilden können, Krebs auslösen, besteht immer eine Gefahr für die Gesundheit. In die Lebensmittel gelangen die Sporen über die Luft. Sind sie einmal im Lebensmittel angekommen, bilden sie dort sogenannte Nester.

Aber Vorsicht: Das Pilzgeflecht ist laut Stiftung Warentest nicht immer von außen zu erkennen. Es kann auch in Teilen im Lebensmittel vorkommen, wo der Befall gar nicht zu erkennen ist. Manche Lebensmittel werden von Schimmel häufiger befallen als andere - hierzu zählen auch die folgenden:

  • Brot
  • Trockenfrüchte
  • Pistazien
  • Getreide
  • Nüsse
  • Gewürze
  • Maiskörner

Krebs-Gefahr im Essen: Stiftung Warentest - daher kommt die Gefahr

Nicht nur Krebs können die Schimmelpilze auslösen. Bei der Aufnahme über Lebensmittel können sogar Schäden am Erbgut entstehen. Stiftung Warentest erklärt nun auch warum: Verantwortlich für die Gesundheitsschäden sind die sogenannten Aflatoxine.

Bei den Aflatoxinen, von denen manche Krebs auslösen können, handelt es sich um Produkte, die beim Stoffwechsel von Schimmelpilzen entstehen. Laut dem Bundesinstitut für Risikobewertung (BFR) zählen diese Gifte zu den stärksten, die in der Natur vorkommen.

Krebs: Manche Lebensmittel sind anfälliger als andere - laut Stiftung Warentest (Symbolbild).

Krebs durch Essen: Mit Schimmel im Lebensmittel ist nicht zu spaßen

Wenn das Klima feucht und warm ist, können sich diese besonders schnell vergrößern. Das Tückische bei dem Befall von Lebensmitteln durch Schimmel ist nicht nur die Gefahr von Krebs, sondern auch dessen Verbreitung. Schimmelpilz bildet im befallenen Lebensmittel ein Geflecht. Dieses ist nicht immer von außen zu erkennen.

Die Aflatoxine können nicht nur direkt über befallene Lebensmittel aufgenommen werden. Das Gift, das Krebs auslösen kann, wird auch über Futtermittel in den Nahrungskreislauf des Menschen gebracht. Durch den sogenannten „Carry over“-Effekt gelangen die Gifte beispielsweise in Milch. In Fleisch geht das Gift nur in geringen Mengen über - aber in manchen Innereien wie Leber und Nieren kann es sich durchaus in hoher Konzentration absetzten.

Krebs-Gefahr im Essen: Mit diesen Tipps von Stiftung Warentest schützen sie sich

Tipps: Um das Krebs hervorrufende Gift zu töten, reicht es nicht, das Lebensmittel zu erhitzen. Laut Stiftung Warentest kann Hitze den Giften nichts anhaben. Um einen Befall mit Schimmel und dessen Stoffwechselprodukten zu entgehen, ist es wichtig, verderbliche Lebensmittel kühl zu lagern.

Präventiv ist es auch sinnvoll eine nach Möglichkeit luftfreie Lagerung zu organisieren. Hierfür können Lebensmittel beispielsweise vakuumiert werden. Zu diesem Zweck gibt es extra Vakuumbeutel, bei denen die Luft mittels Pumpe herauszogen werden kann. Zudem gibt es noch die Möglichkeit, das Nahrungsmittel mit einem Vakuumiergerät luftdicht in einer Folie einzuschweißen.

Krebs durch Essen: Schimmel im Lebensmittel - Wann sollte man etwas besser wegwerfen?

Wenn sie an einem Lebensmittel schimmelige Stellen erkennen, sollten sie es im Ganzen wegwerfen. Denn das Pilzgeflecht kann sich durch das ganze Lebensmittel ziehen. Bei manchen Lebensmitteln wie Gewürzen ist Schimmelbefall nicht erkennbar.

Um der Gefahr von Krebs dennoch zu entgehen, sollten sie auf ihren Geruchs- und Geschmackssinn vertrauen. Stiftung Warentest empfiehl, alles wegzuwerfen, was in Geruch oder Geschmack eine ranzige, muffige oder bittere Note ausweist. Auch bei lange gelagerten Produkten gilt Vorsicht. Gerade bei Gewürzen und Nüssen kann es auch durch Überlagerung zum Schimmelbefall kommen.

Krebs-Gefahr im Lebensmittel: Stiftung Warentest - Lebensmittel sind ein Faktor zur Krebs-Prävention

Das gewisse Lebensmittel die Wahrscheinlichkeit erhöhen, an Krebs zu erkranken, dürfte weithin bekannt sein. Stiftung Warentest hat jetzt den aktuellen Forschungsstand zusammengefasst.

Ein erhöhtes Risiko auf Krebs wurde zuletzt auch durch ein Utensil erzeugt, das viele beim Kochen verwenden. Daraufhin wurde es mittlerweile zurückgerufen.

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Das Krebs-Risiko wird auch durch Essen und Keime in der Küche beeinflusst: Essen ist für den Menschen lebenswichtig. Doch wenn Keime in der Küche lauern, kann es gefährlich werden. Stiftung Warentest gibt Tipps zum Schutz vor Bakterien, Viren und Pilzen. (Lucas Maier)

Neue Studie bringt Alter und Krebs in Verbindung. Hierfür liegt der Grund im Blut der Menschen. 

Rubriklistenbild: © Jens Kalaene/dpa

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