Tipps zur Ernährung

Verursacht falsches Essen Krebs? Stiftung Warentest warnt vor bestimmten Lebensmitteln

Tipps zur Ernährung: Gesundes Essen senkt das Risiko für eine Krebs-Erkrankung. Stiftung Warentest warnt vor einigen Lebensmittel.

  • Essen hat einen Einfluss auf das Krebs-Risiko
  • Stiftung Warentest hat die aktuelle Forschung zusammengefasst
  • Tipps für eine gesunde Ernährung

Kassel - Unsere Ernährung und unser Lebensstil beeinflussen das Risiko an Krebs zu erkranken. Lebensmittel sind dabei ein wichtiger Faktor. Stiftung Warentest gibt einen Überblick über den aktuellen Forschungsstand.

Laut der Weltgesundheitsorganisation WHO kann nahezu jede dritte Krebserkrankung auf eine schlechte Ernährungsweise zurückgeführt werden. Übergewicht und bestimmte Lebensmittel können das Risiko erhöhen. Insbesondere Alkohol und Wurst beinhalten Stoffe, die eine Entwicklung von Krebs begünstigen, warnt Stiftung Warentest. Doch auch andere Lebensmittel sind gefährlich.

Ein hundertprozentiger Schutz sei nicht möglich, schreibt Stiftung Warentest. Doch es gibt Einstufungen, wie hoch das Krebsrisiko für bestimmte Lebensmittel ist. Um die Wahrscheinlichkeit für eine Krebs-Erkrankung zu berechnen, nutzen Organisationen wie die WHO und die Europäische Behörde für Lebens­mittel­sicherheit dafür langjährige Studien.

Einigen Lebensmittel können Krebs erzeugen. Stiftung Warentest hat die Studien zusammengefasst.

Erhöhtes Krebs-Risiko durch falsche Ernährung: Stiftung Warentest gibt Tipps

Lange stand Kaffee im Verdacht, krebserregend zu sein. Neue Studien haben die frühere Einstufung von Kaffee jedoch aufgehoben. Ob bestimmte Lebensmittel auch helfen können, Krebs vorzubeugen, wird derzeit noch erforscht. Klar ist: „Was zählt, ist eine gesunde Ernährung insgesamt“, so Stiftung Warentest.

Stiftung Warentest stellt fest: „Was zählt, ist eine gesunde Ernährung insgesamt“ - Um Krebs vorzubeugen, kann es helfen, auf einige Nahrungsmittel zu verzichten.

Vor allem pflanzliche Lebensmittel spielen dabei eine wichtige Rolle. „Schät­zungen zufolge sinkt das Krebsrisiko bei Menschen, die vorwiegend Lebens­mittel pflanzlichen Ursprungs essen, um 11 Prozent“, so die WHO. Für andere Lebensmittel gibt es Empfehlungen. Diese fünf Hinweise zur richtigen Ernährung von Stiftung Warentest aus dem Jahr 2019 können helfen.

Krebs durch Ernährung: Stiftung Warentest zeigt rät von bestimmten Lebensmitteln ab

Hinweis 1: Wer gerne Fleisch isst, sollte darauf achten, möglichst wenig gepökelte, geräucherte und einge­salzene Fleisch­produkte zu essen. Denn diese steigern nachgewiesen das Risiko, an Darmkrebs zu erkranken. Salami, Wiener und Kassler gehören zu den betroffenen Produkten, die von der WHO als „karzinogen" also Krebs erzeugend eingestuft wurden. Stiftung Warentest empfiehlt einen maximalen Verzehr von 50 Gramm pro Tag.

Stiftung Warentest warnt vor einer Ernährung mit einem hohen Anteil von Wurst und rotem Fleisch. Diese Lebensmittel können das Risiko für Krebs steigern.

Hinweis 2: Auch rotes Fleisch wie Steak, Kotelett und Hack sollte mit Vorsicht verzehrt werden. Unverarbeitetes rohes Fleisch wird von der WHO als „wahrscheinlich krebserregend" eingestuft. Als rotes Fleisch werden Schweine-, Rind-, Lamm- und Ziegen­fleisch bezeichnet. Um das Krebsrisiko nicht zu steigern, empfiehlt Stiftung Warentest bei der Ernährung maximal 500 Gramm rotes Fleisch pro Woche.

Krebs-Gefahr durch Essen - Stiftung Warentest warnt vor Zucker

Hinweis 3: Ein weiteres tierisches Lebensmittel, das mit Vorsicht konsumiert werden sollte, sind Milchprodukte. Bei Männern kann eine Ernährung mit einem hohen Anteil von Kalzium möglicherweise das Risiko für Prostata-Krebs steigern, so ein Bericht der Deutschen Gesellschaft für Ernährung. Um den Kalziumwert nicht zu überschreiten, sollten daher nicht mehr als 1,25 Liter Milch oder 140 Gramm Hartkäse konsumiert werden, empfiehlt Stiftung Warentest.

Hinweis 4: Vorsicht ist auch bei zuckerhaltigen Lebensmitteln geboten. Denn Zucker verursacht zumindest indirekt Krebs, warnt Stiftung Warentest. Übergewicht gilt laut der WHO als drittgrößter Faktor für eine Krebserkrankung und erhöht das Risiko für mindestens 13 Krebserkrankungen. Eine Ernährung mit einem übermäßigen Verzehr von Zucker fördert Übergewicht und somit das Krebsrisiko.

Krebs-Gefahr durch falsche Ernährung: Stiftung Warentest warnt nicht nur vor Lebensmitteln

Hinweis 5: Auf Alkohol sollte man in seiner Ernährung möglichst komplett verzichten. „Alkohol erhöht in jeder Menge das Krebs­risiko“, so die WHO. Der Konsum kann das Risiko für sieben Arten von Krebs steigern. Menschen, die nicht komplett auf Alkohol verzichten wollen, sollten laut Forschern geringe Mengen konsumieren. Frauen sollten maximal ein alkoholisches Getränk (zum Beispiel 0,1 Liter Wein oder 0,3 Liter Bier) und Männer maximal zwei alkoholische Getränke pro Tag zu sich nehmen, so Stiftung Warentest.

UnternehmenStiftung Warentest
Gründung4. Dezember 1964
CEOHubertus Primus (seit 2012)
Mitarbeiterzahl359 (im Jahr 2018)

Krebs ist in der heutigen Zeit immer wieder ein wichtiges Thema:

In einem Test hat Stiftung Warentest krebserregende Schadstoffe in Bluetooth-Kopfhörer entdeckt. Die Experten raten vom Kauf der Kopfhörer ab. In einem Test von veganen Brotaufstrichen hat Stiftung Warentest ebenfalls gefährliche Inhaltsstoffe entdeckt. In einigen wurde Blei und Nickel gefunden. Eine Zuschauerin hat im Fernsehen Krebs bei einer TV-Moderatorin entdeckt.

Stiftung Warentest prüfte im Test zuletzt die Impfung von Kindern. Nicht alle Einschätzungen decken sich mit denen des Robert-Koch-Instituts.

Krebs durch Handynutzung? Eine spanische Studie kommt zu einem überraschenden Ergebnis: Blaues Licht vom Handy soll Einfluss auf das Darmkrebsrisiko haben.

Einer Frau fallen ihre veränderten Nägel auf. Eine Nagelpflegerin hat eine Vermutung - und rettet Joan Martindale damit das Leben. Ein Arzt bestätigt die schlimme Vermutung: KrebsEssen spielt bei der Entstehung von Krebs eine wichtige Rolle - stimmt das?(Von Sarah Neumeyer)

Rubriklistenbild: © Jan Woitas/dpa

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