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Erhöhtes Krebs-Risiko durch ein Handy? Neue Studie verblüfft

Krebs durch Handynutzung? Eine Studie kommt zu einem überraschenden Ergebnis: Blaues Licht vom Handy soll Einfluss auf das Darmkrebsrisiko haben.

  • Nutzung vom Handy soll das Risiko an Krebs zu erkranken erhöhen.
  • Spanische Forscher sind mit einer Studie zu einem verblüffenden Ergebnis gekommen.
  • Tipps zur Vorbeugung von Darmkrebs.

Kassel - Häufig geht von vielen Menschen vor dem Schlafen gehen oder nach dem Aufwachen der erste Griff ans Handy. Dabei soll das blaue Licht von Handy, Tablet und Co. ziemlich ungesund sein. Wie gesundheitsschädlich die abendliche Handynutzung sein kann und ob sogar ein erhöhtes Risiko an Krebs zu erkranken besteht, zeigt jetzt eine neue Studie.

Wie das Medizintechnikunternehmen Medtronic berichtet, zählt deutschlandweit Darmkrebs zu den häufigsten Krebsarten. Weltweit sind rund 1,4 Millionen Menschen an diesem Krebs erkrankt, etwa 700.000 sterben daran. In Deutschland leiden etwa 230.000 Frauen und 253.000 Männer an der Erkrankung. Neuerkrankungen treten jährlich bei 58.900 Menschen auf. Hierzulande werden pro Jahr 25.999 Todesfälle verzeichnet.

Handynutzer in Deutschland57,7 Millionen
Absatz von Handys (2020)22,9 Millionen
Umsatz mit Handys in Deutschland12,3 Milliarden
Beliebteste Handymarke in DeutschlandSamsung

Krebs durchs Handy? Erhöhtes Risiko durch blaue Strahlung

Risikofaktoren für diese Art von Krebs können unter anderem wenig Bewegung, eine ungesunde Ernährung und zu viel Alkohol sein. Jetzt haben spanische Forscher des Barcelona Institute for Global Health in einer repräsentativen Studie einen weiteren gefährlichen Indikator ausgemacht: Das blaue Licht vom Handy, Tablet oder einer LED-Beleuchtung.

Die Forscher analysierten in ihrer Studie die Daten von über 2000 Probanden aus Barcelona und Madrid. Dazu verwendeten sie die Daten einer internationalen Weltraumstation, die unter anderem den Blaulichtwert in Städten misst. Dabei kamen sie zu einem erstaunlichen Ergebnis: Menschen, die regelmäßig mit der blauen Strahlung konfrontiert werden, haben ein um 60 Prozent höheres Risiko, an Darmkrebs zu erkranken.

Krebs durch Handy?: Das passiert im Körper

Grund für das erhöhte Risiko von Krebs sei, dass die Energie des Lichts die Melatonin-Produktion im Körper unterdrückt. Dadurch kann das Hormon seine schlaffördernde Wirkung nicht richtig entfalten und kommt es zu einem gestörten Tag-Nacht-Rhythmus.

Das kann den Hormonhaushalt stören und das Risiko an Darmkrebs zu erkranken erheblich ansteigen. Wie groß der Einfluss der abendlichen Nutzung vom Handy vor dem Schlafgehen nun tatsächlich ist, soll noch genauer erforscht werden. „Wir haben die Studie durchgeführt, weil Darmkrebs mit Nachtschichtarbeit und zirkadianen Störungen (Schwankungen von Körperfunktionen, Anm. d. Red.) in Verbindung gebracht wird“, erklärt der Studienleiter Doktor Manolis Kogevinas.

Krebs durch Handy? Eine spanische Studie kommt zu einem überraschenden Ergebnis.

Krebs durchs Handy? So kann Darmkrebs vorgebeugt werden

Darmkrebs entsteht im Dickdarm, dem unteren Teil des Verdauungssystems. In frühen Stadien haben Betroffene kaum Symptome. Treten diese auf, können sie je nach Ort und Größe des Tumors unterschiedlich sein. Um diese Art von Krebs vorzubeugen, raten Mediziner zu folgenden Maßnahmen:

  • Täglich Bewegung von mindestens 30 Minuten
  • Normalgewicht halten
  • Ballaststoffreiche Ernährung (wie Hüslenfrüchte und Gemüse)
  • Vermeidung von rotem Fleisch und Wurst
  • Wenig Alkohol und Tabak
  • Früherkennungsuntersuchungen für Darmkrebs

Krebs ist in der heutigen Gesellschaft immer wieder Gesprächsthema

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Rubriklistenbild: © Hauke-Christian Dittrich/dpa

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