Lieblingsheißgetränk der Deutschen

Kaffee: Wachmacher Nummer eins in Deutschland - Das sagt die WHO zum Krebs-Mythos

Kaffee hilft vielen Menschen bei ihrem Start in den Tag - Doch kann das Heißgetränk Krebs fördern? Das sagt die WHO zum Mythos.

  • Die WHO hat sich dem Krebs-Mythos von Kaffee gewidmet
  • Kaffee ist eines der beliebtesten Getränke in Deutschland
  • Kaffee soll sogar vor manchen Krebsarten schützen

Kassel - Kaffee ist das beliebteste Heißgetränk der Deutschen. Dem gebrühten Wachmacher werden aber nicht nur positive Dinge nachgesagt. Ein Mythos besagt, dass Kaffee die Bildung von Krebs fördern würde. Auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat hierzu eine Analyse.

Deutschland: Soviel Kaffee wird getrunken

Laut einer Statistik war Kaffee im Jahr 2019 das am dritthäufigsten konsumierte Getränk in Deutschland. Davor lagen nur noch Mineralwasser und Fruchtsäfte. Trotz des Mythos, dass Kaffee Krebs befördern könnte, trinken die meisten Deutschen das Getränk sogar mehrmals am Tag.

Die meisten Menschen in Deutschland, nämlich fast 70 Prozent, bereiten ihren Kaffee in einer Filtermaschine zu. Das berichtet die Website Brand eins Wissen, diese wird von Tchibo in Kooperation mit Statista geführt.

Krebs und Kaffee: So kam es zu der ursprünglichen Annahme

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat 194 Mitgliedsstaaten und befasst sich mit globalen Gesundheitsfragen. Deshalb gibt es auch eine Abteilung für Krebs. Diese nennt sich Internationale Krebsforschungsagentur, kurz IARC.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO
Sitz: Genf
Mitgliedsstaaten 194
Gründungsjahr: 1948
Leiter: Tedros Adhanom Ghebreyesus

Diese brachte im Jahr 1991 Kaffee und Krebs in Verbindung. Grund für die Annahme, dass Kaffee möglicherweise krebserregend sei, war eine Studie. Diese beschäftigte sich mit dem Zusammenhang zwischen Blasenkrebs und dem Konsum von Kaffee.

Krebs und Kaffee: Entwarnung durch die WHO

Wie der Krebsinformationsdienst des deutschen Krebsforschungszentrums bereits am 16.06.2016 bekannt gab, hat die WHO mittlerweile eine Neubewertung der Lage durchgeführt. 25 Jahre nach der ersten Bewertung konnte das IARC auf weitaus mehr Studiendaten zurückgreifen, wie der Informationsdienst berichtete.
Laut der neuen Bewertung ist das Risiko an Blasenkrebs zu erkranken nicht vom Kaffee-Konsum beeinflusst. Auch für andere Krebsarten wurde das Risiko untersucht.

Unter anderem für Brust-, Prostata- und Bauchspeicheldrüsenkrebs. Es konnte bisher für keine Krebsart ein erhöhtes Risiko aufgrund von Kaffee-Konsum festgestellt werden, so der Krebsinformationsdienst.

Die Forscher führen die Bewertung aus dem Jahr 1991 darauf zurück, das andere Faktoren zu wenig beachtet wurden. Beispielsweise könnte das bei Rauchern der Fall gewesen sein.

WHO: Kaffee kann vor Krebs schützen

Das Kaffee wohl nicht für Krebs verantwortlich ist, ist nicht die einzige Erkenntnis der Studien der WHO. Bei manchen Organen wirkt der Kaffee wohl sogar schützend.

  • Regionalbüros der WHO:
  • Brazzaville (Region Afrika)
  • Kairo (Region Östliches Mittelmeer)
  • Kopenhagen (Region Europa)
  • Manila (Region Westlicher Pazifik)
  • Neu-Delhi (Region Südostasien)
  • Washington, D.C. (Region Amerika)

Die Auswertung der Studien hat gezeigt, dass Kaffee wohl das Risiko von Gebärmutterkörperkrebs, als auch das Risiko von Leberkrebs heruntersetzt. Ob das für weitere Krebsarten zutrifft, kann noch nicht gesagt werden.

WHO: Krebs durch Kaffee und Co. - Nicht die Art, sondern die Temperatur entscheidet

Auch wenn der Kaffee als solcher nicht als Krebserregend gilt, kann er doch eine Gefahr bergen. Denn die WHO stuft alle Heißgetränke als „wahrscheinlich krebserregend" ein, so der Krebsinformationsdienst. Demnach ist die Temperatur der Getränke ausschlaggebend.

Kaffee-Mythos: WHO widerspricht der Krebs-Vermutung - dennoch besteht eine Gefahr, es kommt auf die Temperatur an.

Ab einer Temperatur von 65 Grad gelten Getränke als krebsfördernd. Im konkreten sollen diese dann die Wahrscheinlichkeit einer Erkrankung mit Speiseröhrenkrebs erhöhen. Welches Getränk dabei die Speiseröhre hinunterläuft, ist nicht von Relevanz.

Krebs: Leben Menschen mit veganer Ernährung wirklich gesünder?

Nicht nur Kaffee gilt irrtümlicherweise als Krebs fördernd. Auch um dieses Gemüse rankt sich ein Krebs-Mythos.

Oft heißt es das Menschen die sich fleischlos ernähren gesünder Leben. Doch trifft das auch beim Thema Krebs zu? (luc)

Rubriklistenbild: © Friso Gentsch/dpa

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