Bodenbelagshändler legte 2009 kräftig zu

Krise kümmert Jordan kaum

Jörg Ludwig Jordan Archivfoto: Socher

Kassel. Der bundesweit führende Bodenbelag-Großhändler Jordan in Kassel hat sein seit Jahren anhaltendes Wachstum trotz Krise auch 2009 fortgesetzt. Wie der Geschäftsführer der Gruppe, Jörg Ludwig Jordan, mitteilte, stieg der Umsatz mit Dielen, Parkett, Laminat, Teppichböden und Holzprodukten um 12,5 Prozent auf 225 Millionen Euro. Für das laufende Jahr rechnet Jordan mit einem Umsatzplus von gut sechs Prozent auf 240 Mio. Euro. Die Ertragslage bezeichnete der Geschäftsführer als „befriedigend“, konkrete Zahlen nennt er aber traditionell nicht.

Deutlich besser als Branche

Dass Jordan im Krisenjahr 2009 erneut kräftig zulegen konnte, während die Branche insgesamt Umsatzrückgänge von sechs Prozent im Holz- sowie bis zu vier Prozent im Bodenbelagshandel verbuchte, hat zwei Gründe: Die österreichische Inku-Gruppe, die Jordan aus der Insolvenz übernommen und saniert hat, steuerte die Hälfte zum Umsatzwachstum bei. Die andere Hälfte schafften die Kasseler aus eigener Kraft. „Neue Produkte und verstärkte Vertriebsaktivitäten haben uns auch 2009 geholfen, besser am Markt zu sein als andere“, sagt Jordan. Mittlerweile beliefern die Kasseler mit bundesweit 45 Niederlassungen sowie fünf in Österreich und zwei in Frankreich mehr als 20 000 meist gewerbliche Kunden.

Die Zahl der Beschäftigten stieg gruppenweit um zehn auf 850. Davon werden insgesamt gut 200 in Nordhessen, und davon wiederum 160 am Unternehmenssitz beschäftigt, wo Jordan seit 2008 acht Mio. Euro in neue Gebäude und Anlagen investierte. Je vier Mio. Euro flossen in neue Zentrallager - eines für Bodenbeläge (2008) und ein weiteres für Holz. Letzteres will das Unternehmen an diesem Wochenende mit Kunden, Geschäftspartnern und Mitarbeitern sowie prominenten Gästen offiziell einweihen.

„Unser Engagement in Kassel ist ein klares Bekenntnis zur Region“, sagt Jordan. Das ist umso bemerkenswerter als Nordhessen und Südniedersachsen nicht einmal mehr zehn Prozent zum Gesamtumsatz der Gruppe beitragen.

Zukäufe und neue Filialen sind nach Unternehmensangaben 2010 nicht geplant. Aber auch die üblichen Ersatzbeschaffungen wie etwa der jährliche Kauf von zehn bis 15 Lkw sowie 50 Pkw für den Vertrieb und die Erweiterung von bestehenden Filialen kosten Jordan auch 2010 Millionen.

Von José Pinto

Das könnte Sie auch interessieren

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.