Krise lässt Zahl befristeter Jobs sinken

Nürnberg - Die Zahl der befristeten Arbeitsplätze ist 2009 um 150.000 zurückgegangen - Grund dafür ist die Krise. Vor allem das produzierende Gewerbe verzichtete auf Vertragsverlängerungen.

Infolge der Wirtschafts- und Finanzkrise ist auch die Zahl der befristeten Arbeitsverhältnisse gesunken. Sie lag nach Angaben des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) im vergangenen Jahr mit rund 2,5 Millionen um rund 150 000 niedriger als im Rekordjahr 2008. Im vergangenen Jahr waren damit 8,8 Prozent der Arbeitsverhältnisse zeitlich begrenzt.

Vom Rückgang war nach Angaben des IAB vom Freitag vor allem das produzierende Gewerbe betroffen. Dort dominierten immer noch unbefristete Arbeitsverhältnisse, sagte der Arbeitsmarktexperte Christian Hohendanner.

Bei öffentlichen und sozialen Einrichtungen ist der Trend zu befristeten Neueinstellungen dagegen ungebrochen. Bei Behörden seien mittlerweile 68 Prozent der neuen Arbeitsverträge befristet. “Aber auch in den Branchen Gesundheit und Sozialwesen, Erziehung und Unterricht sowie bei den Nonprofit-Organisationen sind Befristungen heute schon das Normaleinstellungsverhältnis“, stellte Hohendanner fest.

Über alle Branchen hinweg erreichte der Anteil befristeter Neueinstellungen im vergangenen Jahr mit 47 Prozent einen neuen Höchststand. Im Jahr 2001 hatte der Anteil erst bei 32 Prozent gelegen.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.