Prüfung durch Landesbetrieb

K+S-Antrag für Salzabwasser-Einleitung in Nordsee zurückgewiesen

Hannover/Kassel. Niedersachsen hat einen Antrag des Kali-Herstellers K+S abgelehnt, Abwasser direkt in die Nordsee leiten zu dürfen. Nach Prüfung habe der Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz als Wasserbehörde die Unterlagen als "unvollständig und unzureichend" bewertet.

Das teilte das niedersächsische Umweltministerium am Donnerstag in Hannover mit.

K+S hofft ohnehin, dass die Pipeline nie gebaut wird und favorisiert für die Abwasser aus der Kaliproduktion eine lokale Lösung im hessisch-thüringischen Kalirevier. Bislang leitet K+S jährlich mehrere Millionen Kubikmeter Abwasser in den Untergrund und in die Werra. Von dort fließt es in die Weser und schließlich bei Bremerhaven in die Nordsee.

"Wir nehmen zur Kenntnis, dass die Genehmigungsbehörde in Niedersachsen unseren Antrag auf Einleitung von Salzabwasser in die Nordsee/Jade im Zusammenhang mit dem möglichen Bau einer Nordseeleitung noch nicht prüfen kann. Um die Gründe dafür im Detail zu erfahren, werden wir den Kontakt zu der Behörde suchen", teilte K+S auf Anfrage mit.

Das vorgelegte Gutachten sei nicht geeignet, um das Antragsbegehren zu rechtfertigen, sagte Niedersachsens Umweltminister Stefan Wenzel (Grüne). Die Studie komme unter anderem zu dem Ergebnis, dass die vorgesehene Einleitung "tendenziell zu einer Verschlechterung im Sinne der Wasserrahmenrichtlinie führen kann". K+S wurde aufgefordert "erst beziehungsweise nur dann einen neuen Antrag vorzulegen, wenn die Unterlagen vollständig und prüffähig sind". (dpa)

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