Früher Wintereinbruch sorgt für Ärger – Mehrkosten bleiben am Bürger hängen

Kunde zahlt für die Kälte

kassel/göttingen. Des einen Freud‘ ist des anderen Leid. Das trifft in diesem Winter in besonderer Weise zu. Während sich die Kinder beim Schlittenfahren und Schneemannbauen über die weiße Pracht freuen, klagen Autofahrer über vereiste Straßen, Verkehrsbehinderungen und Staus. Auch Hauseigentümer und Hausmeister, die in den vergangenen Tagen häufig zur Schneeschaufel greifen mussten, sind genervt.

Auch in der Wirtschaft gibt es Gewinner und Verlierer. Der Textileinzelhandel erfreut sich in diesem Jahr besonders guter Umsätze. Auch das Kfz-Gewerbe kann dem frühen Wintereinbruch fast nur positive Seiten abgewinnen. Das Geschäft mit Starterbatterien läuft hervorragend, und Winterreifen sind teilweise ausverkauft. Bei glatten Straßen steigen die Unfallzahlen drastisch, was Werkstätten, Lackierern und Ersatzteilhandel viel Arbeit beschert.

Dagegen kommt der Winter Bund, Ländern und Gemeinden und damit die Steuerzahler teuer zu stehen. Der Winterdienst kostet täglich Millionen. Allein das Räumen und Abstreuen der Autobahnen verschlingt laut ADAC vier Millionen Euro am Tag.

Besonders hart trifft der Winter die Deutsche Bahn und Fluggesellschaften. Flug- und Zugausfälle, Verspätungen, Betreuungs- und Verpflegungskosten kosten sie zig Millionen. Zu kämpfen haben auch die Post und andere Brief- und Paketzusteller, die witterungsbedingt zusätzliches Personal einsetzen müssen. Und der Bausektor ruht weit gehend.

Von José Pinto

Das könnte Sie auch interessieren

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.