Kurzarbeit für Zeitarbeiter bei SMA: Ist Solarboom jetzt vorbei?

Niestetal. Der frühe Wintereinbruch und die Kürzung der Solarstromvergütung zu Jahresbeginn sowie eine weitere Reduzierung von bis zu 15 Prozent ab Juli zeigen Wirkung: Immer weniger Hausbesitzer und Investoren lassen Solaranlagen auf Dächer und Freiflächen bauen.

Mit entsprechenden Folgen für den Solartechnik-Hersteller SMA in Niestetal: Nachdem die Verträge von 900 Zeitarbeitern Ende des vergangenen Jahres nicht verlängert wurden, müssen weitere 400 Leihkräfte ab kommender Woche für unbestimmte Zeit kurzarbeiten.

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Ob die aktuelle Entwicklung das Ende des Solarboom in Deutschland markiert oder mit Ende des Winters - wie in den vergangenen Jahren auch - eine neue Installationsrallye einsetzt, bleibt abzuwarten. Zwar ist SMA wie kein anderer Solartechnikanbieter längst international aufgestellt, aber niemand kann derzeit sagen, ob ein möglicher dauerhafter Markteinbruch im Inland durch ein wachsendes Auslandsgeschäft ausgeglichen werden kann.

Daher bleibt SMA in seinen Prognosen fürs laufende Jahr vorsichtig. Das nordhessische Vorzeige-Unternehmen stellt sich auf einen Umsatzrückgang auf 1,5 bis 1,7 Milliarden Euro ein. 2010 setzte das Unternehmen nach ersten vorläufigen Berechnungen mit 1,9 Mrd. Euro doppelt so viel um wie im Vorjahr. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) könnte auf bis zu 540 (Vorjahr: 228,4) Mio. Euro steigen. Für 2010 erwartet SMA allerdings einen Rückgang des Ebit auf 315 bis 425 Millionen Euro, was aber im bundesweiten Vergleich immer noch Spitze wäre. SMA sieht sich bei Wechselrichtern als Technologie- und Weltmarktführer.

Der Kurs der SMA-Aktie sank ajm Dienstag um 1,55 Prozent auf 76,89 Euro. Allerdings war er am Vortag um sieben Prozent gestiegen.

Von José Pinto

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