LBBW plant keine neue Kapitalerhöhung

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LBBW plant keine neue Kapitalerhöhung.

Stuttgart - Die schwer angeschlagene Landesbank LBBW will ohne erneute Kapitalerhöhung aus der Verlustzone kommen. Welche konkreten Schritte das Institut plant, ist nicht bekannt.

Selbst wenn die Spekulationen über den Milliardenverlust im laufenden Geschäftsjahr zutreffen würden, wäre eine Kapitalerhöhung nicht notwendig, sagte ein Sprecher der größten deutschen Landesbank am Freitag auf Anfrage. “Das ist kein Thema.“ Welche Schritte die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) stattdessen für eine Rückkehr in die schwarzen Zahlen plant, wollte der Sprecher nicht sagen. Spekuliert wird über einen LBBW-Verlust von rund zwei Milliarden Euro in diesem Jahr. Gründe für den erneuten Milliardenverlust sollen die Wirtschafts- und Finanzkrise sowie Ausfälle durch riskante Immobiliengeschäfte sein.

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Anfang Oktober werde nach einer Sitzung der Trägerversammlung und des Verwaltungsrates ein umfassender Restrukturierungsplan vorgelegt, kündigte der Sprecher an. Die LBBW hatte bereits im vergangenen Jahr einen Verlust von 2,1 Milliarden Euro eingefahren. Die Eigner - das Land Baden-Württemberg , die Sparkassen und die Stadt Stuttgart - griffen der Bank daraufhin mit einer Kapitalspritze von 5,0 Milliarden Euro und Garantien für riskante Wertpapiere in Höhe von 12,7 Milliarden Euro unter die Arme. Im Juli waren ein Sparpaket von 210 Millionen Euro und der Abbau von 800 der 13 600 Arbeitsplätze beschlossen worden.

Nun wird für möglich gehalten, dass wegen eines verschärften Sparkurses 2000 Jobs gestrichen werden müssen. Zu diesen Spekulationen wollte sich der Sprecher aber nicht äußern. Nach der Rückkehr in die Gewinnzone zu Jahresbeginn hatte die LBBW auch im ersten Halbjahr 2009 noch schwarze Zahlen geschrieben. Allerdings schmolz der Überschuss im zweiten Quartal: Während von Januar bis März unter dem Strich noch ein Gewinn von 236 Millionen Euro stand, waren es im ersten Halbjahr noch 215 Millionen Euro. Abschreibung von Planungskosten für nicht verwirklichte Bauprojekte sollen die Bank stark belastet. Zudem drücke die wegen der Finanzkrise dramatisch nach oben geschnellte Risikovorsorge auf die Bilanz des Branchenprimus.

Die Grünen im Stuttgarter Landtag forderten als Konsequenz, dass die LBBW unter den Rettungsschirm des Bundes schlüpfen müsste. “Jetzt muss das Land über seinen Schatten springen“, sagte der Bankenexperte der Fraktion, Eugen Schlachter , der Deutschen Presse-Agentur dpa. Die CDU/ FDP -Koalition hatte bisher abgelehnt, den Sonderfonds zu nutzen, weil dann der Bund bei der Geschäftspolitik der LBBW mitreden könne. Dieses Argument wies Schlachter zurück: “Die EU macht viel strengere Auflagen als es der Soffin jemals gemacht hätte.“

dpa

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