Lebens- und Rentenversicherungen werfen erneut weniger ab

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Immer weniger Rendite: Besonders seit 2015 Versicherte haben einen niedrigen Garantiezins auf ihre privaten Lebens- oder Rentenversicherungen. Foto: Arno Burgi

Wer vor 2015 keine private Renten- oder Lebensversicherung abgeschlossen hat, hat derzeit einen sehr niedrigen Garantiezins. Aber auch bei Versicherten mit älteren Verträgen sinkt die Verzinsung des Ersparten. Das zeigt eine aktuelle Studie.

Köln (dpa) - Lebens- und Rentenversicherungen werfen wegen der anhaltenden Niedrigzinsen einer Studie zufolge immer weniger ab.

In der privaten Rentenversicherung sinkt die laufende Verzinsung aus Garantiezins und Überschussbeteiligung in diesem Jahr von durchschnittlich 3,16 auf 2,86 Prozent, wie aus einer Studie der Ratingagentur Assekurata hervorgeht. Auch neuartige Lebens- und Rentenversicherungsverträge ohne klassischen Garantiezins, die immer mehr Versicherer anbieten, werfen weniger ab als im Vorjahr.

Kunden mit alten Verträgen bekommen vielfach eine höhere Rendite, da sie teilweise noch von Zinsgarantien von bis zu 4 Prozent profitieren. Für Verträge, die seit Anfang 2015 abgeschlossen werden, gilt hingegen nur noch ein Garantiezins von 1,25 Prozent. Dadurch sind Kunden mit neueren Verträgen besonders stark von den Kürzungen betroffen.

Betrachtet man alle klassischen Altersvorsorgeformen wie Riester-, Rürup- sowie private Renten- und Lebensversicherungen, sinkt die laufende Verzinsung der Studie zufolge in diesem Jahr von 3,32 auf 3,11 Prozent. Für seit 2015 abgeschlossene Verträge geht sie von 3,19 auf 2,88 Prozent nach unten. Die laufende Verzinsung bezieht sich jeweils nur auf den Sparanteil der Beiträge - nach Abzug von Abschluss- und Verwaltungskosten.

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