MAN lehnt VW-Offerte ab - und begrüßt die Pläne

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Das Logo der MAN SE 11 an der Firmenzentrale in München.

München - MAN hat wie erwartet das Übernahmeangebeot von Volkswagen abgelehnt. Eine kuriose Situation, denn MAN-Chefaufseher Ferdinand Piëch steht gleichzeitig an der Spitze des Aufsichtsrats von VW.

MAN hat wie erwartet das Übernahmeangebot von Volkswagen als zu niedrig abgelehnt. Zugleich steht der Münchner Lastwagen- und Dieselmotorenbauer den Plänen der Wolfsburger für eine Allianz mit der schwedischen VW-Tochter Scania unter dem Dach von VW aber weiter aufgeschlossen gegenüber. Vorstand und Aufsichtsrat des Dax-Konzerns bekräftigten am Dienstag in einer Stellungnahme “die industrielle Logik“ eines solchen Bündnisses. Volkswagen hatte mit der überraschenden Aufstockung der VW-Anteile an MAN auf mehr als 30 Prozent Ende Mai ein Pflichtangebot vorlegen müssen - und kann nach Ablauf der Angebotsfrist seine Anteile weiter ausbauen.

“Eine intensivere Zusammenarbeit könnte nach Ansicht beider Gremien zu beträchtlichen Synergien im Bereich der Beschaffung und längerfristig auch in den Bereichen Entwicklung und Produktion führen“, heißt es in der Stellungnahme weiter. Die Situation ist kurios, denn MAN-Chefaufseher Ferdinand Piëch steht auch bei Volkswagen an der Spitze des Aufsichtsrats und gilt als die treibende Kraft hinter der Idee eines gemeinsamen Lastwagen-Konzerns. In den vergangenen Jahren war die Allianz aber nur wenig vorangekommen.

Wie die Zeit vergeht mit dem VW Bus

VW Bulli:  Bus Modelle Geschichte
Dieses Auto steht wie kein anderes auf der Welt für das Lebensgefühl der Freiheit: der VW Bus. 1950 debütierte er und mit ihm ein bestechend einfaches Design. © VW
Der VW T1 wird bis 1967 gebaut und ist ein echtes Freizeitfahrzeug.
Der VW T1 wird bis 1967 gebaut und ist ein echtes Freizeitfahrzeug. © VW
VW Bus Modelle Geschichte
Aus der Betriebsanleitung 1961: „Im VW-Campingwagen ist all das verwirklicht, was Sie sich schon immer gewünscht haben, wenn Sie vom unabhängigen, ungebundenen Reisen träumten.“ © VW
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T1 VW Bus gebaut bis 1967 © VW
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VW T1 gebaut bis 1967 © VW
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Im Sommer 1967 präsentiert Volkswagen die neue, zweite Generation des Transporter: Den T2 VW-Campingbus. © VW
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VW T2. © VW
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Die Motorleistung steigt bis auf 70 PS. Hier der T2 - VW Brasilien - gebaut bis 1979. © VW
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T2 - VW Brasilien gebaut bis 1979. © VW
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Der eckigste Bus aller Zeiten kommt 1979 auf den Markt: Die dritte Generation, der T3 VW Bus. © VW
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Der markante T3- VW Bus wird bis 1990 gebaut. © VW
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Das VW-Campingfahrzeug der 1980er Jahre: Der VW T3 Joker. Der VW war aber auch für Naturliebhaber sehr teuer. © VW
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Mit günstigerem Einstiegspreis von damals 39 900 Mark und einen neuen Namen präsentiert sich der T4 1988: Der VW California mit Hochdach. © VW
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Im Sommer 1990 präsentierte Volkswagen dann den T4 und nahm Abschied vom Heckmotor. T4 - VW California gebaut bis 2003 © VW
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Mit Einführung des T5 im Jahr 2002 beschränkte sich der California auf die meistgebaute Variante mit Aufstelldach, die Produktion übernahm VW nun im Werk Hannover selbst. T5 - Volkswagen California Beach © VW
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Heute 2010: Der VW California Comfortline mit elektrohydraulisch ausfahrbarem Aluminium-Aufstelldach. © VW
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T5 - Volkswagen California Beach © VW
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T5 - Volkswagen California Beach © VW
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T4 - VW Multivan 2 2003 © VW
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T4 - VW Multivan gebaut bis 2003 © VW
VW Bus Multivan
2009: Der neue T5 ist sparsamer und trotzdem stärker und sicherer als jemals zuvor. © VW
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VW Multivan 3 Modell 2010. © VW
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Der VW T1 wird bis 1967 gebaut und ist ein echtes Freizeitfahrzeug. © VW

Zuletzt hatte es durchaus auch Kritik an der Doppelrolle Piëchs gegeben; so könne er nicht die Interessen beider Aktionäre vertreten. Bei der Abstimmung über die Stellungnahme des Aufsichtsrats enthielt sich Piëch allerdings, ebenso Audi-Chef Rupert Stadler und Audi-Vorstand Ulf Berkenhagen. In der Stellungnahme heißt es, das Angebot spiegele nicht den tatsächlichen Wert des Unternehmens wider. Zugleich begrüßte MAN, dass Volkswagen den traditionsreichen Konzern und seine Geschäftsfelder, den Sitz sowie die Standorte zu erhalten und vor allem keine Arbeitsplätze abzubauen.

Volkswagen hatte mit dem Erreichen der 30-Prozent-Schwelle bei MAN ein Pflichtangebot vorlegen müssen. Zugleich machten die Wolfsburger aber deutlich, dass eine komplette Übernahme derzeit nicht geplant sei. Das Pflichtangebot liegt mit 95 Euro je Stammaktie gerade einmal auf dem Niveau des Aktienkurses von MAN am Dienstagnachmittag, zum Zeitpunkt des Angebots lag sogar unter dem Wert des Papiers. MAN könne seinen Aktionären die Annahme deshalb nicht empfehlen, auch wenn jeder Aktionär in seiner Entscheidung dennoch frei sei, hieß es.

35 Jahre Golf GTI: Das Jubiläumsmodell

Der 35. Geburtstag des Golf GTI: VW feiert das Jubiläum mit einem Sondermodell " Edition 35". Das Party Out-Fit ist am Stoßfänger, am Schriftzug "35" am Kotflügel und an der Einstiegsleiste zu erkennen. © VW
Detailverliebt: Im Innenraum setzt sich das Designkonzept fort. © VW
Längst ist der GTI ein Kultobjekt und als eigenständige Marke etabliert. Damit auch nach 25 Jahren der Fahrspaß weiterhin anhält, haben die Autobauer nochmal 25 PS draufgelegt und die Leistung auf 235 PS gesteigert.  © VW
Alle GTI-Fans können den "35" zu einem Grundpreis von 30.425 Euro bestellen. © VW
Weltpremiere feiert der Golf GTI Ed. 35 beim legendären GTI -Treffen vom 1. bis 4. Juni am Wörthersee. © VW

Das Angebot läuft noch bis zum 29. Juni. Mit dem Angebot wurde auch die kartellrechtliche Prüfung einer möglichen Fusion der beiden Lastwagenbauer eingeleitet, deren Ergebnis in der zweiten Jahreshälfte erwartet wird. Bekommen die Niedersachsen von den Behörden grünes Licht, können sie ihre Beteiligung ganz in Ruhe nach und nach aufstocken. Von einem engen Zusammenrücken von MAN und Scania erhoffen sich die Wolfsburger auch kräftige Einsparungen.

Durch den gemeinsamen Einkauf sollen in einem ersten Schritt Einsparungen von 200 Millionen Euro im Jahr erzielt werden. Mit der Nutzung gemeinsamer Baukästen könnten die Kostenvorteile langfristig auf eine Milliarde Euro jährlich steigen. VW strebt mit dem Übernahmeangebot zunächst eine Beteiligung von 35 bis 40 Prozent bei MAN an. Angesichts der üblichen Präsenz auf den Aktionärstreffen hätte Volkswagen damit die Mehrheit auf der Hauptversammlung.

dpa

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