E-book-Reader: Lesegeräte punkten mit Display

Portable Lesegeräte gibt es viele auf dem Markt. Die Verkäufe elektronischer Bücher nehmen zu und die Frankfurter Buchmesse, die am 12. Oktober startet, und der Hightech-Verband Bitkom prognostizieren, dass der Umsatz für die Geräte dieses Jahr von 24 auf 31 Millionen Euro steigt.

Bisher haben sich bei den Geräten nur wenige Standards durchgesetzt. Neben den E-Book-Readern werden auch immer wieder Tablet-PCs, wie das iPad von Apple, zum Lesen digitaler Bücher angeboten.

Deshalb sollte vor dem Kauf klar sein, wofür man das Gerät nutzen möchte. Wer oft und lange liest, dürfte mit einem E-Book-Reader derzeit besser bedient sein.

Hier einige Eigenschaften der Geräte im Vergleich: Bildschirm: E-Book-Reader überzeugen mit einer, dem echten Buch ähnlichen Darstellung, die sich „elektronische Tinte“ (E-Ink-Technologie) nennt. Für diese Darstellung wird nur beim Blättern von Seite zu Seite Strom benötigt. Sie benötigt keine Hintergrundbeleuchtung und ist deshalb auch bei direktem Sonnenlicht gut lesbar. Eine Weiterentwicklung dieser Technologie heißt „E-Ink-Pearl“. Sie bietet mehr Kontrast.

Die bei Tablet-PCs verwendete LCD-Technik hingegen benötigt immer Strom, um Inhalte darzustellen. LCD-Bildschirme strahlen zur Anzeige ihrer Inhalte Licht ab, was bei längerem Lesen die Augen anstrengt. Zudem spiegelt das Display bei Sonneneinstrahlung und ist schwerer lesbar. Ein Nachteil der Bildschirme mit elektronischer Tinte ist, dass die Inhalte in dunkler Umgebung nicht ohne zusätzliche Beleuchtung gelesen werden können. Zudem gibt es die E-Book-Reader nicht mit Farbdisplay, sondern nur mit 16 Graustufen. Die meisten Lesegeräte funktionieren wie Tablet-PCs über Touchscreen - einem berühungsempfindlichen Bildschirm.

Akkulaufzeit: Da die Tablet-PCs für die Darstellung der Inhalte ständig das Display beleuchten müssen, ist ihre Akkulaufzeit deutlich geringer. Bei E-Book-Lesegeräten kann ein Ladung mehrere Wochen halten. Werden Bücher über WLAN oder mobiles Internet heruntergeladen, und wird beim Lesen Musik gespielt, sinkt die Gesamtlaufzeit wie bei Tablet-PCs. Fazit: Wer Emails lesen, Filme und Fotos anschauen, Musik hören und bei sozialen Netzwerken wie Facebook aktiv werden und nebenher mal ein Buch lesen möchte, ist mit einem Tablet-PC sicher besser bedient. Was Größe und Gewicht anbelangt, sind Tablet-PCs auch weniger handlich.

Viele laden E-Books illegal herunter

Laut einer Studie des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels haben im vergangenen Jahr 1,9 Millionen Menschen im Durchschnitt zwölf E-Books legal und illegal heruntergeladen. Das entspricht rund 23 Mio. Exemplaren.

Rund 14 Mio. der Exemplare, also 62 Prozent aller heruntergeladenen Titel wurden illegal kopiert, wie hoch der Schaden ist, der den E-Book-Händlern dadurch entsteht, lässt sich nicht feststellen. Von den neun Mio. legal runtergeladenen E-Books wurden nur fünf Milionen über kostenpflichtige Angebote beschafft. (jmo)

Die bekanntesten Online-Buchläden

Project Gutenberg: Hier stehen nach eigenen Angaben 36.000 kostenlose E-Books meist in Englisch zur Verfügung.

Amazon: Der Online-Dienst bietet in seinem E-Book-Store über 800.000 E-Books an, darunter mehr als 40.000 auf Deutsch. Zudem sind für den Kindle Zeitungen und Zeitschriften erhältlich.

Thalia: Die Buchhandlung stellt für ihren E-Book-Reader OYO einen integrierten E-Book-Shop mit über 300.000 elektronischen Büchern, von denen mehr als 90.000 auf Deutsch sind, zur Verfügung.

Libri: Der Buchhandel bietet nicht nur E-Books für das eigene Lesegerät, den Acer LumiRead, sondern auch für andere Reader. Angeboten werden über 580.000 Titel.

Google: Der Internetriese stellt nach eigenen Angaben drei Millionen E-Books zur Verfügung, unklar ist, wie viele davon in Deutsch sind.

Von Julia Mohr

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