Gegen-Kampagne #lidlklohntdich

“Ganz schön billig, Lidl“: Hat der Discounter dieses Produkt kopiert und verfälscht?

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Ein Limonade-Hersteller erhebt schwere Vorwürfe gegen Lidl.

Dem Discounter-Riesen Lidl wird von einer Lebensmittelmarke Produktklau vorgeworfen. Die Firma wendet sich mit einem offenen Brief an die Supermarktkette.

Update vom 25. September 2018: Wer ist der mysteriöse Discounter-Boss? Am Mittwochabend beleuchtet die ZDF-Doku „Die Lidl-Story“ den geheimnisvollen Konzern-Chef Dieter Schwarz.

Hamburg - Eine neue Sorte Limonade in den Regalen des Discounters Lidl ruft Kritik hervor. Der Limo-Hersteller Lemonaid wirft dem Discounter vor, sein Produkt geklaut zu haben. Laut der Firma ähnelt das Angebot von Lidl im Aussehen verdächtig dem Fairtrade- und Bio-Getränk des Hamburger Unternehmens.

In einem offenen Brief auf Facebook wendet sich der Firmengründer Paul Bethke daher an Lidl, wie NRZ.de berichtet. „Sie täuschen derzeit Kunden, die mit dem Kauf einen sozialen Beitrag leisten wollen“, heißt es darin. Lemonaid spendet nach eigenen Angaben für jede verkaufte Flasche fünf Cent für einen guten Zweck. 

Die Kunden würden laut Bethke wegen der Ähnlichkeit der Produkte glauben, dass sie durch den Kauf der Lidl-Limo ebenfalls etwas Gutes tun - was allerdings nichts stimme. „Lidls Drinks sorgen nur für noch mehr Konzerngewinne“, lautet der Lemonaid-Vorwurf. 

Angeblicher Produktklau von Lidl: Zucker statt Bio

Außerdem ärgert Bethke, dass Lidl anscheinend das positive Image von Lemonaid verwenden möchte, um ungesunde Produkte zu verkaufen. Der Hamburger Limo-Hersteller verwendet nämlich nach eigenen Angaben nur Bio- und Faitrade-Zutaten für die Getränke. „Kein Bio, kein Fairtrade, stattdessen viel Zucker, Farbstoffe und Säuerungsmittel. Ganz schön billig, Lidl“, findet Bethke.

Mit dem offenen Brief versucht Lemonaid, Lidl zum Umdenken zu bewegen. „Was zu tun ist, sollte klar sein“, wird der Discounter darin angesprochen. 

Lemonaid gegen Lidl: Social-Media-Kampagne #lidlklohntdich

Der Limo-Hersteller rief auch in den sozialen Medien dazu auf, die Kampagne unter dem Hashtag #lidlklohntdich zu unterstützen. Viele User folgten dem Ruf. „Wie armselig ist das. Lidl kopiert schamlos Lemonaid“, schreibt ein Nutzer. Ein anderer meint: „Dreist, dreister, Lidl.“

Die Hamburger Firma erhält für die Kampagne allerdings nicht nur Unterstützung. Einige Facebook-Kommentatoren finden, dass das Unternehmen übertreibe und werfen ihm sogar vor, sich nur ins Rampenlicht stellen zu wollen. „Öffentlicher Angriff auf Lidl und wie ein Kleinkind keine Konkurrenz ertragen können, macht euch nicht unbedingt beliebter, ich würd das also lieber lassen“, schreibt beispielsweise ein Facebook-Nutzer. 

Angeblicher Produktklau: Das sagt Lidl zu den Vorwürfen von Lemonaid

Lidl äußerte sich inzwischen ebenfalls zu den Vorwürfen von Lemonaid. Wie stern.de schreibt, handele es sich laut Lidl bei der Limonade um ein Aktionsprodukt, das im Juli für eine begrenzte Zeit verfügbar war. Inzwischen soll es nicht mehr angeboten werden. Mit dem Design der Flasche habe man dem Wunsch der Kunden nach einer modernen und ansprechenden Verpackung entsprochen, so Lidl. Die Zutaten seien außerdem auf dem Etikett klar genannt worden.

Es ist nicht das erste Mal, dass der Discounter Lidl in die Kritik gerät. Beispielsweise beschwerten sich Kunden über den scharfen Plastikgeruch von angebotenen Crocks. Auch der Konkurrent Aldi geriet erst vor kurzem wegen angeblicher schlechter Behandlung von Mitarbeitern in die Schlagzeilen.

sch

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