Löhne in Deutschland hinken weit hinterher

Berlin - Die Entwicklung der Reallöhne in Deutschland hinkt im weltweiten Vergleich deutlich hinterher. Zwischen 2000 und 2009 gingen die Löhne preisbereinigt hierzulande um 4,5 Prozent zurück.

Dies geht aus dem “Global Wage Report 2010/2011“ der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) hervor, der am Mittwoch veröffentlicht wurde. In Norwegen, dem Spitzenreiter in der Lohnentwicklung, gab es dagegen einen inflationsbereinigten Lohnzuwachs von 25 Prozent. Dafür meisterte der deutsche Arbeitsmarkt die Wirtschafts- und Finanzkrise nach ILO-Einschätzung im Gegensatz zu anderen Ländern “äußerst erfolgreich“.

Dazu beigetragen hätten flexible Instrumente wie Arbeitszeitkonten und die verbesserten Regelungen für Kurzarbeit. “Während in anderen Ländern in großem Umfang Arbeitsplätze verloren gegangen sind, haben Regierung, Arbeitgeber und Arbeitnehmer die Beschäftigung in Deutschland auch im Krisenjahr 2009 praktisch stabil gehalten und stattdessen auf eine Reduzierung der Wochenarbeitszeit gesetzt“, heißt es in dem Bericht. Dies habe dem deutschen Arbeitsmarkt die nötige Flexibilität gegeben.

dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.