Lokführer denken über nächste Streikwelle nach

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Unbesetzter Platz eines Lokführers in einem Zug der Deutschen Bahn. Foto: Boris Roessler

Frankfurt/Main (dpa) - Die Gewerkschaft der Lokführer (GDL) denkt über weitere Streiks bei der Deutschen Bahn nach. Die bis Sonntag, 2. November, geltende Streikpause könne verlängert oder auch beendet werden, erklärte der Gewerkschaftsvorsitzende Claus Weselsky in Frankfurt.

Man werde Fahrgäste und Öffentlichkeit weiterhin rechtzeitig über kommende Streikmaßnahmen informieren.

Zum Gesetzesvorhaben der Bundesregierung zur Tarifeinheit wollte sich der GDL-Chef nicht äußern. Er bekräftigte seine Rechtsauffassung, dass die GDL nicht nur für Lokführer, sondern auch für bei ihr organisierte Zugbegleiter Tarifverträge abschließen dürfe - unabhängig von ihrer Anzahl. Die GDL will damit gegen den erklärten Willen der Bahn in Tarifkonkurrenz zur DGB-Gewerkschaft EVG treten, deren Tarifverträge bislang die Zugbegleiter mit umfasst haben.

Derartig konkurrierende Tarifverträge seien bereits in vielen Eisenbahnunternehmen außerhalb des Bundesbesitzes gelebter Alltag und dort kein Problem, sagte Weselsky. In diesen Fällen müssten halt die Arbeitgeber aus Eigeninteresse dafür sorgen, dass die Leistungen der einzelnen Verträge nicht zu weit auseinanderdriften. Weselsky bekräftigte den Anspruch der GDL, für das gesamte Fahrpersonal der Deutschen Bahn zu verhandeln.

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