Hessische WiBank bietet günstiges Geld für Privatpersonen

Lotse für Fördertöpfe

Offenbach / Kassel. Die WiBank macht Hessens Bauherren die Finanzierung leichter. Der Zinssatz der Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen (WiBank) ist mit 2,6 Prozent günstig – geringer als beim KfW-Wohneigentumsprogramm, wo er derzeit bei 4,05 Prozent liegt. Zwischen 80 000 und 120 000 Euro pro Neubau oder Erwerb sind bei einem Drei-Personen-Haushalt möglich, wenn das Jahreseinkommen nicht über 50 000 Euro brutto liegt.

Die Palette, die von der WiBank mit Sitz in Offenbach gefördert wird, ist umfangreich. Sie reicht vom behindertengerechten Umbau bis zu Neubau, Modernisierung und Energieeffizienz von Mietwohnungen und auch Landesbürgschaften. „Wir arbeiten mit den Hausbanken zusammen“, sagt Herbert Hirschler, Geschäftsführer der WiBank. Die Förderung kann bis zu 50 Prozent gehen.

Der Großteil des Förderangebots der WiBank ist nicht limitiert. Bislang habe der Landeshaushalt jährlich eine Summe von 77 Millionen Euro in den Haushalt eingestellt, die im wesentlichen gereicht hätte. Einzelne Programme – wie etwa der Zuschuss zum behindertengerechten Umbau – seien limitiert, würden aber jährlich neu aufgelegt, sagt Hirschler. Gestellt werden die Anträge bei den Wohnungsbauförderungsstellen des jeweiligen Landkreises und der Stadt Kassel.

Mehr Kundenfreundlichkeit

Für dieses Jahr plant die WiBank eine Vereinfachung der Förderprogramme. Angedacht ist laut Hirschler, die einzelnen Programme in Pakete zu zerlegen, die dann miteinander kombiniert werden können.

Bereits jetzt ist der WiBank schon ein großer Schritt in Sachen Kundenfreundlichkeit gelungen. Wurde oft darüber geklagt, dass die Förderung unüberschaubar sei und zu viel Bürokratie nach sich ziehe, so hat die WiBank eine Lotsenfunktion inne. Vieles lässt sich bereits auf der Internetseite für Privatpersonen, Unternehmen, Existenzgründer und Kommunen klären.

Das Rätseln, welche Förderstelle die richtige Anlaufstelle ist, entfällt. Denn die WiBank entstand zum 1. September mit 403 Beschäftigten unter dem Dach der hessischen Landesbank (Helaba) aus den Instituten der Investitionsbank Hessen und der LTH – Bank für Infrastruktur. Alle, die Förderung wollen, haben nur noch einen Ansprechpartner. Allein am Standort Kassel arbeiten 17 Personen für die Bank.

Das Land Hessen übernimmt eine 100-prozentige Gewährträgerhaftung für das Institut. Das Förder- und Wettbewerbsgeschäft seien in der Helaba strikt getrennt, heißt es – getrenntes Rechnungswesen, getrennte Buchungen, kein Zugriff der Helaba auf Kundendaten der WiBank. † Informationen und reichlich Hilfestellung finden Interessierte auf www.wibank.de unter Förderberatung Hessen weiter unter Angebote für. Außerdem ist die Bank über die Hotline 069 - 91325559 zu erreichen oder per Mail über Nancy.Schreiber@wibank.de

Von Martina Wewetzer

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