Gewerkschaft

Lufthansa-Piloten sollen über Streik abstimmen

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Lufthansa-Maschinen stehen am Flughafen München auf dem Rollfeld (Archivbild).

Frankfurt - Bei Lufthansa ist es mit der trügerischen Ruhe an der Tariffront vorbei. Die Vereinigung Cockpit hat die Piloten zur Urabstimmung aufgerufen. Doch vor Streiks ist noch Zeit zum Verhandeln.

Die Piloten der Lufthansa sollen über einen möglichen Streik  im Frühjahr abstimmen. Die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) hat ihre Mitglieder unter den rund 5400 Piloten und Co-Piloten der Lufthansa, der Lufthansa Cargo und der Kurzstrecken-Tochter Germanwings zur Urabstimmung aufgerufen, wie sie am Dienstag in Frankfurt mitteilte. Es geht um die seit zwei Jahren offenen Verhandlungen zu den Gehältern und um die von Lufthansa zum Jahresende 2013 gekündigten Vereinbarungen zur Übergangsversorgung älterer Piloten.

Die Ergebnisse der Urabstimmung sollen am 21. März veröffentlicht werden, kündigte die Gewerkschaft an. Das gebe der Lufthansa ausreichend Zeit für eine Kurskorrektur, um Streiks doch noch zu vermeiden, erklärte die VC-Tarifexpertin Ilona Ritter. Sie hielt der Lufthansa vor, in beiden Bereichen keine verhandlungsfähigen Angebote vorgelegt zu haben.

Das Unternehmen spricht trotz der nun eingeleiteten Urabstimmung von guten Chancen zur Einigung in dem Tarifkonflikt. Man werde weiterhin das Gespräch mit der VC suchen, sagte ein Sprecher in Frankfurt. Bei gutem Willen beider Seiten werde man schon im Interesse der Kunden zu einem guten Ergebnis kommen, wenn beide Seiten sich bewegten.

A380: Der neue Superflieger von Lufthansa

Süße Träume sind in den Betten der der First Class garantiert. Die Sitze lassen sich zur Schlafstätte umklappen. © Lufthansa
Viel Platz hat man auch in den Wachsräumen der First Class. © dpa
Der erste A 380 für Lufthansa. © Lufthansa
Mit roter Rose und einem "Willkommen" auf dem Bildschirm werden Gäste in der ersten Klasse begrüßt. © ap
Letzter Feinschliff für den ersten A 380 der Lufthansa. © dpa
Ruckzuck sind die Sitze der First-Class in Betten umgebaut. © dpa
Bequem nächtigen ist auch in der Business Class möglich. © dpa
Die Beine richtig ausstrecken - in der Business Class kein Problem. © dpa
So bequem sieht es in der First Class des Riegenvogels aus. © Lufthansa
Auch die Economy Class bietet jede Menge Beinfreiheit. © dpa
So sehen Luxus-Toiletten aus. © dpa
Das Badezimmer gehört zur Ausstattung der ersten Klasse. © Lufthansa
Die Stewardessen haben die Plätze in der First Class dekoriert. © ap
Die Betten in der First Class. © Lufthansa
Spargel im Schinkenmantel, exquisiter Käse und ein bisschen Kaviar oben drauf: Sie sehen die Snacks in der First Class aus. © dpa
Eine Treppe verbindet die Stockwerke. © Lufthansa
Die riesigen Türen des Supervogels. © dpa
Der Airbus A380 der Lufthansa - hier die Economy Class. © dpa
Bequem sind die Betten in der ersten Klasse. © ap
In der Business Class lassen sich Langstreckenflüge gut überstehen. © ap
Die Economy Class des Airbus A 380 der Lufthansa. © ap
Der luxuriöse Waschraum in der ersten Klasse. © Lufthansa
Die Kabine. © Lufthansa
In der Business Class lassen sich Langstreckenflüge gut überstehen. © ap
Willkommen steht auf den Multimedia-Bildschirmen auf den Rückenlehnen des Airbus. © dpa
Jürgen Raps, Chefpilot der Lufthansa, nimmt schon mal im Cockpit des Riesenvogels Platz. © dpa
Der erste A 380 für Lufthansa. © dpa
Der erste A 380 für Lufthansa. © dpa
Der erste A 380 für Lufthansa. © dpa
Stupsnase des Riesenvogels: Der Airbus A 380 der Lufthansa. © dpa
Lufthansa
Der erste A 380 für Lufthansa. © 
Der erste A 380 für Lufthansa. © Lufthansa

Lufthansa hat zum Jahresende 2013 den Tarifvertrag über die Alters- und Übergangsversorgung der Piloten gekündigt, um eine für das Unternehmen kostengünstigere Regelung zu erreichen. Das Regelwerk ermöglichte den Lufthanseaten bislang, bereits ab dem Alter von 55 Jahren mit bis zu 60 Prozent der Bruttobezüge auszuscheiden. Auch das Risiko der Fluguntauglichkeit war in dem Abkommen abgesichert, dessen Nachwirkung bis zu einer Neureglung zwischen den Tarifpartnern umstritten ist.

Der Tarifvertrag Übergangsversorgung leiste einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit, erklärte Ritter. „Aufgrund der hohen Belastung für Piloten ist es notwendig, dass jeder den richtigen Zeitpunkt für das Ausscheiden am Ende der Laufbahn selbst bestimmen kann. Das funktioniert nur bei entsprechender Übergangsversorgung.“

Beim Gehalt sind nach Lesart der VC bereits Forderungen aus zwei Jahren aufgelaufen, in denen keine Tarifvereinbarung erzielt werden konnte. Die Forderungen addieren sich somit auf knapp 10 Prozent. Lufthansa hatte im Mai vergangenen Jahres ein Gegenangebot mit Tabellensteigerungen von zusammen 3 Prozent bei einer längeren Laufzeit gemacht.

Als „Beitrag zur Zukunftssicherung“ sollten die Piloten zudem auf eine individuelle Beförderungsstufe verzichten oder ein Teil ihres Gehaltes nur noch erfolgsabhängig erhalten. Die VC hatte die Offerte abgelehnt, weil sie eigentlich eine „Riesenforderung“ gewesen sei.

dpa

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