"Alle Optionen offen"

Piloten-Streik auch über Ostern?

Berlin - Seit drei Tagen streikt die Pilotengewerkschaft Cockpit bereits. Und der Sprecher Jörg Handwerg schließt eine Niederlegung der Arbeit über Ostern nicht aus.

Die Pilotengewerkschaft Cockpit schließt Streiks bei der Lufthansa auch über die Osterfeiertage nicht aus. Cockpit-Sprecher Jörg Handwerg sagte der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung" (Samstagsausgabe), die Gewerkschaft halte sich "alle Optionen offen, auch Streiks über Ostern". Davon könnten sowohl Kurz- und Mittelstreckenflüge als auch Langstreckenflüge betroffen sein. Wie bisher würden Streiks spätestens einen Tag vorher bekanntgegeben.

Am Samstag fallen nach dem vierten Streikaufruf der Gewerkschaft binnen vier Tagen erneut zahlreiche Lufthansa-Flüge aus. Von insgesamt 160 geplanten Langstreckenflügen findet nach Angaben von Lufthansa rund die Hälfte statt. Insgesamt rund 220.000 Passagiere waren und sind durch die Ausstände seit Mittwoch betroffen.

Handwerg warf der Lufthansa eine "Blockadepolitik" vor. Insgesamt gebe es mit dem Unternehmen zwölf "offene Tarifthemen", zu denen endlich akzeptable Angebote vorgelegt werden müssten, forderte der Cockpit-Sprecher.

Zwischen dem Lufthansa-Konzern und der Gewerkschaft schwelt seit Monaten ein Tarifkonflikt. Zentraler Streitpunkt ist die Altersversorgung der Piloten. Die Lufthansa will die Kosten für die sogenannte Übergangsversorgung künftig nicht mehr übernehmen und die Altersgrenze dafür erhöhen.

Bisher können Piloten mit 55 Jahren in den bezahlten Vorruhestand gehen. Bis zum gesetzlichen Renteneintrittsalter bekommen sie maximal 60 Prozent ihrer Bezüge weiter. Cockpit will die geplanten Einschnitte nicht akzeptieren.

AFP

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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