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Streik zu Ende: Tarifeinigung beim Bodenpersonal zwischen Lufthansa und Verdi

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Von: Andreas Schmid

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Verdi-Warnstreik bei Lufthansa
Zwei Verdi-Mitglieder stehen am Frankfurter Flughafen am Eingang zur Lufthansa-Basis. Der Streik ist beigelegt. © Frank Rumpenhorst/dpa/Frank Rumpenhorst/dpa

Der Lufthansa-Streik sorgte teils für Chaos an Deutschlands Flughäfen. Nun zeichnet sich Entspannung ab. Beide Parteien haben eine Einigung erreicht.

Berlin – Streik vorbei. Die Lufthansa und die Gewerkschaft Verdi einigten sich auf eine Tariferhöhung für das Bodenpersonal. Es geht um rund 20.000 Beschäftigte. Das teilt die Lufthansa am Donnerstagabend mit. Somit droht kein weiterer Arbeitskampf mit Flugstreichungen wie in der vergangenen Woche.

Lufthansa-Streik beigelegt: Flugausfall kostete 35 Millionen Euro

Am Mittwoch hatte die dritte Verhandlungsrunde begonnen. Lufthansa-Chef Carsten Spohr hatte sich optimistisch gezeigt, sowohl für das von Verdi vertretene Bodenpersonal als auch für die Piloten der „Vereinigung Cockpit“ zu einer Lösung zu kommen.

Den Gesprächen war am Mittwoch vergangener Woche ein flächendeckender Warnstreik vorausgegangen, der nahezu den kompletten Flugplan der Lufthansa lahmgelegt hatte. Der Lufthansa kostete er rund 35 Millionen Euro, wie Finanzvorstand Remco Steenbergen erklärte.

Lufthansa-Streik: Die Forderungen von Gewerkschaft und Konzern

Die Gewerkschaft verlangte für die rund 20.000 Beschäftigten am Boden bei einer Laufzeit von zwölf Monaten durchgehend Gehaltssteigerungen von 9,5 Prozent, mindestens aber 350 Euro im Monat, woraus sich in den unteren Gehaltsgruppen höhere Steigerungen ergeben würden. Der Konzern hatte bei einer Laufzeit von 18 Monaten eine zweistufige Erhöhung der Grundvergütung um zusammen 250 Euro angeboten. Daraus ergäben sich für Vergütungsgruppen bis 3000 Euro brutto zweistellige Zuwachsraten, hatte das Unternehmen vorgerechnet.

Eine weitere Erhöhung um zwei Prozent zum Juli 2023 wollte der Konzern vom Gewinn abhängig machen. Diese Koppelung lehnte Verdi ab. Das Unternehmen hatte am Morgen erklärt, sich bereits im laufenden Jahr wieder einen operativen Gewinn von 500 Millionen Euro zuzutrauen. Über die aktuellen Modalitäten war zunächst nichts bekannt. (as/dpa)

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