Madoff-Treuhänder verklagt HSBC auf Milliarden

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Am 11. Dezember ist es zwei Jahre her, dass das gigantische Schneeballsystem aufflog und der einst hoch angesehene Finanzjongleur Madoff festgenommen wurde.

New York - Großbanken sollen für die Verfehlungen des US-Milliardenbetrügers Madoff geradestehen. Der Treuhänder, der das weitverzweigte Finanzgebilde abwickelt und den geschädigten Anlegern helfen will, hat die HSBC verklagt.

Irvin Picard verlangt alleine von diesem Institut mindestens 9 Milliarden Dollar an Schadenersatz. Picard begründete seinen Schritt damit, dass die HSBC das Madoff- Schneeballsystem mit am Laufen gehalten habe. Zuvor hatte er bereits die Schweizer UBS und die US-amerikanische JPMorgan vor den Kadi gezerrt. Auch ihnen warf er vor, Warnzeichen ignoriert und an den Betrügereien mitverdient zu haben. Die Banken verwalteten Fonds für Madoff und über ihre Konten floss das Geld der betrogenen Anleger. Am 11. Dezember ist es zwei Jahre her, dass das gigantische Schneeballsystem aufflog und der einst hoch angesehene Finanzjongleur Madoff festgenommen wurde.

Bis zu diesem Datum muss Picard alle Ansprüche anmelden, sonst verjähren sie. Die komplette Schadenssumme zurückzubekommen, erscheint allerdings unmöglich: Von den nominell rund 65 Milliarden Dollar waren am Ende nur noch Krümel übrig. Madoff hatte über Jahre Geld von Investoren eingesammelt und die Ausschüttungen mit den Beiträgen immer neuer Anleger bezahlt. In der Finanzkrise brach das Schneeballsystem zusammen - der größte Betrugsfall der Finanzgeschichte wurde offenbar. Ein Gericht verurteilte den heute 72-Jährigen im Juni 2009 zu 150 Jahren Gefängnis. Die Strafe sitzt er in einem Bundesgefängnis in North Carolina ab.

dpa

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