MAN: Im zweiten Quartal knapp in der Gewinnzone

München - Der weltweite Wirtschaftsabschwung hat den Nutzfahrzeug- und Maschinenbaukonzern MAN im zweiten Quartal auf breiter Front erfasst.

Während in den vergangen Monaten vor allem das Geschäft mit Lastwagen gelitten hatte, brachen im zweiten Quartal auch bei Dieselmotoren und Turbomaschinen die Bestellungen deutlich ein. Der Konzern stellt sich nun auf eine lange Durststrecke ein. “Wir rechnen nach dem starken Abschwung nur mit einer langsamen Erholung der Industrieproduktion über einen Zeitraum von mehreren Jahren“, teilte MAN am Donnerstag in München mit. Unter dem Strich rettete sich MAN zwischen April und Ende Juni mit einem Gewinn von 27 Millionen Euro knapp in die Gewinnzone.

In der Vorjahresperiode hatte der Konzern noch ein Plus von 446 Millionen Euro erwirtschaftet. Der Umsatz ging um 20 Prozent auf 3,1 Milliarden Euro zurück. Das operative Ergebnis brach von 526 auf 144 Millionen Euro ein. Mit einem schnellen Aufschwung rechnet MAN nicht. “Für 2010 gehen wir davon aus, dass sich keine wirtschaftliche Besserung abzeichnet.“ Dies spiegelte auch der Auftragseingang im zweiten Quartal wider. Konzernweit lag er mit 2,278 Milliarden Euro 45 Prozent unter dem Vorjahreswert.

Vor allem das Geschäft mit schweren Schiffsmotoren schwächelte. Angesichts weltweit sinkender Frachtraten im Schiffsverkehr gingen hier auch viele Stornierungen ein. Die Bestellungen im Geschäftsbereich Diesel brachen um zwei Drittel ein. Auch bei den Lastwagen blieb die Lage unverändert schlecht. Hier sank der Auftragseingang nochmals um mehr als 50 Prozent.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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