Manroland: Zerschlagung wird wahrscheinlicher

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Manroland ist pleite.

München - Der Konzern ist pleite, um die Zukunft des Traditionsunternehmens wird gerungen. Ein Investor ist offenbar nicht in Sicht, dem Insolvenzverwalter läuft die Zeit davon.

Eine Zerschlagung des insolventen Druckmaschinenbauers Manroland wird immer wahrscheinlicher. “Das Unternehmen wird so, wie es derzeit aufgestellt ist, eher schwer einen Investor finden“, sagte Insolvenzverwalter Werner Schneider der “Welt“ (Montag). “Getrennt lassen sich durchaus sinnvolle Allianzen und Konstellationen vorstellen.“ Dabei dürfte vor allem der Verkauf von Teilen des Unternehmens an andere Firmen der Branche in Betracht kommen. Den Einstieg eines reinen Finanzinvestors hält Schneider hingegen für wenig wahrscheinlich. “Finanzinvestoren brauchen in der Regel Zeit, um Marktuntersuchungen zu machen und sich die Wettbewerber anzusehen. So viel Zeit haben wir aber nicht.“

Seit der Pleite des Konzerns vor zehn Tagen ringt Schneider um die Zukunft des Traditionsunternehmens, das neben dem Hauptsitz im bayerischen Augsburg auch zwei große Standorte im hessischen Offenbach und im sächsischen Plauen betreibt. Insgesamt hat Manroland rund 6500 Mitarbeiter.

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“Wir brauchen jemanden, der den Markt bereits kennt, in welcher Intensität und welchen Randbereichen auch immer“, sagte Schneider. Die Branche hat insgesamt mit großen Schwierigkeiten zu kämpfen. Neben Manroland sind in Deutschland auch die Branchenriesen Heidelberger Druck und Koenig & Bauer daheim. Namen möglicher Interessenten wollte Schneider allerdings nicht nennen.

In der vergangenen Woche hatte die Rettung von Manroland eine erste wichtige Hürde genommen. Ein Konsortium aus 15 Banken stellte dem Augsburger Unternehmen am Freitag einen Massekredit in Höhe von insgesamt 55 Millionen Euro zur Verfügung. Damit kann Manroland zunächst ganz normal weiterarbeiten und seine Verbindlichkeiten gegenüber Kunden und Lieferanten erfüllen.

dpa

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