Maschinenbau tritt auf der Stelle

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Achter Deutscher Maschinenbau-Gipfel in Berlin. Foto: Rainer Jensen

Ob Aufträge, Produktion, Beschäftigung - bei den deutschen Maschinenbauern ist der Aufwärtstrend vorerst vorbei. Platz für Flüchtlinge soll in den Werkshallen dennoch sein.

Berlin (dpa) - Die deutschen Maschinen- und Anlagenbauer fürchten, dass der Branchenumsatz auch im nächsten Jahr stagniert. "Für 2016 rechnen wir abermals mit Nullwachstum", sagte der Präsident des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau, Reinhold Festge, in Berlin.

Schon im Juli hatte der Verband seine Wachstumsprognose von zwei Prozent für das laufende Jahr kassiert. Festge sagte, bei Auftragseingang, Produktion und Beschäftigung werde man das Vorjahresniveau halten. Grund seien weltwirtschaftliche Unsicherheiten. "Es ist deutlich, dass wir derzeit in einem Abwärtstrend leben."

Festge gab sich zuversichtlich, dass die Affäre um manipulierte Abgaswerte beim Autobauer VW Produkten "Made in Germany" auf Dauer nicht schadet. "Die Kraft unserer Industrie beruht auf Innovationsstärke und Kundennähe", sagte der Verbandspräsident auf einem Branchenkongress. "Das ist der Wert, der über die VW-Manipulationsaffäre hinaus bestehen wird."

Der Verband verlangte, Flüchtlinge einfacher in Arbeit bringen zu können. "Die deutsche Industrie wird ihren Teil beitragen zur Integration der Flüchtlinge, als Ausbilder und als Arbeitgeber." Sie brauche junge, engagierte Arbeitnehmer. Es bestehe aber noch viel Unsicherheit, kritisierte Festge. "Heute werden die Unternehmen, die Flüchtlinge beschäftigen oder ausbilden wollen, vor viele Hürden gestellt."

Programm Maschinenbau-Gipfel

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