Corona-Folgen

Sparkassen, Douglas, Pimkie, Media Markt, Zara: Diese Filialen verschwinden aus den Innenstädten

Passanten mit Einkaufstüten gehen bei Nieselwetter durch die Fußgängerzone in der Innenstadt.
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Die Shopping-Laune der Deutschen ist noch nicht wieder auf Vor-Corona-Niveau. Das spüren auch die Läden.

Leerstehende Verkaufsflächen finden sich derzeit in fast jeder deutschen Innenstadt. Als Folge der Corona-Pandemie verschwinden auch immer mehr große Ketten aus den Shopping-Meilen.

München - Der harte Lockdown im vergangenen Winter sorgte im Einzelhandel für enorme Umsatzeinbußen. Das zeigt sich auch in den deutschen Innenstädten. Viele Verkaufsflächen sind leer, immer mehr Geschäfte schließen. Auch große Ketten sind von der Corona*-Krise betroffen, weshalb auch bekannte Marken zunehmend aus den Innenstädten und Fußgängerzonen verschwinden.

Adler, H&M, Pimkie, Zara: Diese Modeläden ziehen sich aus den Innenstädten zurück

Mitte Januar hatte die Modekette Adler* einen Antrag auf Insolvenz in Eigenverwaltung gestellt. Sieben Monate später wurde das Verfahren dann beendet. Die Folge: 30 Filialen werden dicht gemacht. 130 Läden dürfen dagegen bleiben. Wann alle 30 geplanten Läden verschwunden sind, ist noch unklar. Ende August bezeichnete ein Unternehmenssprecher die Schließungen als einen „noch laufenden Prozess“. Ebenfalls im Januar kündigte H&M an, weltweit 250 Filialen zu schließen. Derzeit geht es den Läden in Wuppertal und Herford an den Kragen.

Mit Pimkie verschwindet eine weitere Modekette aus den deutschen Shopping-Meilen. Die insolvente Marke plant, das Filialnetz auf 35 Läden zu reduzieren. Im August war das Bekleidungsgeschäft noch 41 Mal in Deutschland zu finden. Als Ersatz soll künftig ein verstärkter Online-Handel dienen.

Alleine in München gibt es insgesamt sechs Zara* Filialen. Doch damit soll bald Schluss sein, denn der spanische Textil-Gigant möchte sich vermehrt auf einzelne, besonders profitable Läden konzentrieren. Spanischen Medienberichten zufolge möchte der Konzern in Folge dieser Umstellung 1.200 Läden schließen. Ob und wie viele davon in Deutschland betroffen sind, ist bisher nicht bekannt.

Auch die bekannten Marken Esprit, C&A und Tally Weijl setzen ihre Sparpläne um und schließen etliche Filialen. Besonders hart getroffen hat es aber die Laufschuhkette Runners Point, die Teil des Handelskonzerns Foot Locker ist. Die Marke wird komplett eingestampft und alle Filialen werden geschlossen.

Commerzbank und Sparkassen: Auch Banken schließen etliche Filialen

Für Commerzbank-Kunden dürfte es künftig schwieriger werden, eine Filiale mit Vor-Ort-Beratung zu finden. Künftig wird der Fokus auf Online-Beratung gesetzt. Bis Ende des Jahres sollen noch 240 Filialen geschlossen werden und mit den Geschäftsstellen verschwinden auch zahlreiche Bankautomaten.

Ähnlich geht es den Sparkassen*. Präsident Helmut Schleweis sagt der Börsen Zeitung „Es gehen noch Filialen weg, speziell die kleineren Filialen.“ Schuld am Zweigstellen-Rückgang sei vor allem das Online-Banking.

Douglas, Depot, MediaMarkt: Auch hier gibt es Änderungen

Auch der Parfüm-Riese Douglas bleibt vom Ladensterben nicht verschont. Ganze 60 Douglas* Filialen verschwinden aus den deutschen Städten. Das kündigte die Parfümeriekette bereits im Januar an. Auch hier wird als Grund wieder der immer stärker wachsende Online-Handel genannt. Doch das Geschäft im Internet nützt den Angestellten der Läden nichts. Rund 600 Douglas-Mitarbeiter verlieren durch die Schließungen ihren Job.

Auch die Deko-Kette Depot fährt ein hartes Sparprogramm und schließt sich den Online-Ambitionen seiner Mitbewerber an. Bis Ende 2021 sollen 35 Filialen geschlossen werden.

Mitte August gab Ceconomy, der Mutterkonzern von MediaMarkt und Saturn* bekannt, 13 Filialen zu schließen. Vor allem Saturn soll von den Schließungen betroffen sein. Chef Karsten Wildberger nennt einen Strategiewandel als Grund: „Lange Zeit galt das Credo: Mehr Fläche und mehr Produkte führen zu mehr Kunden und Umsatz. So einfach ist das heute nicht mehr.“ Die Elektrofachmärkte sollen in Zukunft verkleinert werden, was auch die Mietkosten erheblich senken würde. (ph) *Merkur.de ist Teil von IPPEN.MEDIA.

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